28. Mai 2009, Frankreich

Barack Obama reist zu D-Day in die Normandie

Obama wird anlässlich des 65. Jahrestages des D-Days in die Normandie reisen. Laut übereinstimmenden Presseberichten wird er voraussichtlich am 6. Juni 2009 den amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer besuchen. Darüber hinaus werden Vertreter der ehemaligen Kriegsparteien sowie Veteranen erwartet.

6. Juni 1944
In einem ersten Schritt sollten amerikanische und britische Fallschirmspringer wichtige Schlüsselpositionen besetzten. Laut den Plänen der sogenannten Operation Overlord sollte die Invasion dann bei Tagesanbruch und somit bei Ebbe stattfinden. Zwischen 6:30 und 7:30 Uhr landeten 135.000 Soldaten an den fünf dafür vorgesehenen Strandabschnitten (Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword). Eine Armada von 20.000 Schiffen rollte am Morgen des 6. Juni 1944 auf die normannische Küste zu, um Europa vom Faschismus zu befreien. Die Schlacht um die Normandie sollte 100 Tage dauern und weit über 200.000 Soldaten beider Seiten das Leben kosten.

Veranstaltungen zum 65. Jahrestag
Anlässlich des 65. Jahrestages planen Kommunen und Verbände, mehr als 400 Veranstaltungen und Gedenkfeiern zu organisieren. Neben dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama werden weitere Repräsentanten der verschiedenen Kriegsparteien sowie Veteranen den Opfern gedenken. In der Tageszeitung Ouest France wird Nicolas Sarkozy mit den Worten zitiert: “ Frankreich werde nicht die Soldaten der alliierten Truppen vergessen, die in der Normandie begraben sind.“ Da die meisten der Veteranen heute zwischen 80 und 90 Jahre alt sind, wird es beim 70. Jahrestag ungleich weniger von ihnen geben. Dieses Jahr werden beispielsweise um die 800 Veteranen aus England erwartet.

Unter der Federführung der Organisation Normandie Memoire werden in 25 Orten entlang der Landungsküste am Abend des 5. Juni 2009 Feuerwerke den nächtlichen Himmel erleuchten. Darüber hinaus wird der künstliche Hafen von Arromanches mit Hilfe einer speziellen Beleuchtung in dem Zeitraum vom 5.-11. Juni 2009 besonders in Szene gesetzt.

Aufgrund der geographischen Lage war Bayeux die erste von den Alliierten befreite Stadt Frankreichs. Um das Gedenken an dieses Ereignis wachzuhalten, findet vom 5. Juni bis zum 7. Juni 2009 das D-Day Festival in Bayeux und weiteren Orten der Umgebung statt. Ausstellungen und Konzerte sollen an den „längsten Tag“ der normannischen Geschichte erinnern. (Maison de la France)



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