Amazonas-Expedition zum höchsten Wasserfall Brasiliens

Viele Reisen versprechen ein Abenteuer, diese Tour ist eines. Das Dschungeltrekking durch den Amazonas führt in einen der entlegensten Winkel Brasiliens und hat die höchsten Wasserfälle des Landes zum Ziel. Sie verstecken sich nördlich des Rio Negro, nahe der venezolanischen Grenze, in einer Gruppe von Tafelbergen; die Indianer nennen diese Berge Tepuis „Häuser der Götter“. Die Fälle sind so gut wie unbekannt. Mit einem Hubschrauber gelang es einem brasilianischen TV-Team vor wenigen Jahren, auf einem der Tafelberge zu landen. Die Team-Mitglieder entdeckten einen Wasserfall, für den sie eine Fallhöhe von 360 m ermittelten, die höchste in Brasilien je gemessene. Erst im November 2008 gelang es einem Münchner Zweierteam, die Fälle über Land zu erreichen. Hauser Exkursionen kennt die Route und führt nun, gestützt auf jahrzehntelange Trekkingerfahrung, erstmals eine Expedition für eine kleine Gruppe engagierter Trekking- und Regenwaldfreunde durch. Maximal acht Personen können teilnehmen. Der deutsche Reiseleiter lebt seit vielen Jahren im Amazonas, kennt die Region wie seine Westentasche und hat die beiden Erstbegeher der Route logistisch unterstützt. Es liegen für die komplette Tour GPS-Daten vor und der Reiseleiter führt ein Satellitentelefon mit.

Ausgangspunkt Manaus – einst Hochburg der Gummizapfer und Kautschukbarone
Ein Inlandsflug über Regenwald bringt die Teilnehmer von Sao Paulo nach Manaus, Hauptstadt der Amazonas-Region und einst Hochburg der Gummizapfer und Kautschukbarone. Die Expedition beginnt mit der Fahrt auf einem Amazonas-Linienboot, das nur zweimal pro Woche ablegt und Passagiere von Manaus stromaufwärts in zwei Tagen nach Barcelos bringt. Immer weniger Boote sind zu sehen. Barcelos mit seinen nur 7500 Einwohnern liegt mitten im Dschungel.

Im Aluminiumboot durch den Urwald
In kleinen Aluminiumbooten mit Außenbordmotor geht es ab Barcelos weiter; sie sind nur mit dem Nötigsten beladen. Übernachtet wird ab jetzt in Hängematten mit Moskitonetzen. Mehrere Tage fahren die Kanus auf einem Seitenarm des Rio Negro den Fluss hinauf. Nur noch ein paar kleine Ansiedlungen liegen am Ufer, danach ist das Gebiet unbewohnt. Ein Bachabschnitt mit quer liegenden Bäumen macht das Vorankommen mühsam. Zum Teil müssen Kanus und Gepäck über Baumstämme getragen werden. Endstation der Bootsfahrt und zugleich Startpunkt des Trekkings ist ein verblockter Wildbach. Hier beginnt am zwölften Tag das Trekking durch den Regenwald. Die Begleitmannschaft setzt Macheten ein, um den Weg frei zu schlagen. Dann der Einstieg in die Steilwand eines Tepui; nur an dieser Stelle ist der Aufstieg ohne Kletterausrüstung und Kletterkenntnis bis zur Kante möglich ist. Einen Tag später ist es soweit: Eine 400 m tiefe Schlucht klafft im Tafelberg – nach fast zwei Wochen ist der höchste Wasserfall Brasiliens erreicht.

Anforderungen
Kondition, Hitzeverträglichkeit und Belastbarkeit sind Voraussetzungen für die Teilnahme. Im Amazonas-Gebiet herrscht das ganze Jahr eine Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 80 Prozent und Temperaturen um 30° C. Vom Startpunkt des Trekkings bis zum höchsten Wasserfall sind ca. 600 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden. Die Wege können schlammig und rutschig sein, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nötig.

Termin, Preis, Leistungen, Kontakt
Die Reise dauert 23 Tage und findet vom 10.11.09 bis 02.12.09 statt. Im Preis von 5990,– Euro sind u. a. eingeschlossen: Linienflug mit Lufthansa und Tam Frankfurt – Sao Paulo – Frankfurt, innerdeutsche Anschlussflüge kostenlos nach Verfügbarkeit, Flughafensteuer und Sicherheitsgebühren, Übernachtungen, meist Vollpension, Transfers und Bootsfahrten, Reiseleitung, Versicherungspaket. Kontakt: 089 / 23 50 06-0 oder www.hauser-exkursionen.de. (Hauser Exkursionen)



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