9. Juli 2009, Kreis Mettmann

Jorge Prado in der K21 Kunstsammlung in Düsseldorf

Als erstes europäisches Museum widmet K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Jorge Pardo nun eine Einzelausstellung, die mit circa 80 Objekten, Bildern und Skulpturen einen Überblick über Pardos Schaffen der vergangenen fünfzehn Jahre bietet (bis 02.08.09). Im Mittelpunkt steht Pardos virtuose Gestaltung von Oberflächen. Sie entfalten bei ihm als Bilder, Wandobjekte oder Reliefs einen opulenten sinnlichen Reichtum in virtuoser Farbenvielfalt. Jorge Pardo hat die Bar am Kaiserteich in K21 im Jahr 2002 künstlerisch gestaltet, die seitdem ein beliebter Treffpunkt für die Düsseldorfer Kunstszene ist.

Wer nach dem Besuch der Ausstellung und einer kleinen Stärkung in der Bar am Kaiserteich noch einen Blick hinter die Kunst-Kulissen werfen möchte, dem sei die „ArtCityPLUS“-Führung wärmstens empfohlen. In einem zweistündigen Spaziergang durch die Stadt spannt sie einen – im wahrsten Sinne des Wortes – anschaulichen Bogen von den Anfängen der Kunststadt im 18. Jahrhundert bis zu den Highlights der zeitgenössischen Kunstszene. Bestandteil der Führung ist außerdem ein Besuch von vier ausgesuchten Galerien, der auch ein Pläuschchen mit Galeristen oder Künstlern ermöglicht. Zum Beispiel in der Galerie Peter Tedden: Seit mehr als fünfzehn Jahren verkauft der leidenschaftliche Sammler Skulpturen und Bilder junger Künstler, die zum großen Teil von der weltberühmten Düsseldorfer Kunstakademie kommen. Man trifft Peter Tedden meist in entspannter Atmosphäre im Gespräch mit einem der Künstler bei einer Tasse Kaffee in seiner kleinen Galerie. Nähere Information und Buchung unter http://stadtfuehrungen.duesseldorf-tourismus.de/.

In puncto zeitgenössische Kunst hat die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt die Nase ganz vorn. Die „Becher-Schule“ – um nur eine Strömung zu nennen – hat die großen Stars der Fotografie hervorgebracht wie Thomas Ruff, Thomas Struth, Candida Höfer oder Andreas Gursky, den teuersten Fotografen der Gegenwart, der in Düsseldorf lebt und arbeitet und lange mit Julia Stoschek liiert war. Stoschek, wohlhabende Sammlerin und Ikone des internationalen Kultur-Jetsets, hat den Kunststandort Düsseldorf um ein Privat-Museum bereichert: In der Stoschek-Collection präsentiert sie hochrangige Kunst aus dem Bereich Fotografie und Neue Medien und ihre Videokunst-Sammlung ist mit über 400 Arbeiten hierzulande einzigartig. Sehr renommiert auch die Düsseldorfer Kunstszene: Etwa 1.800 Kunstschaffende leben im pulsierenden Umfeld der Kunstakademie. Auf Vernissagen und in Bars und Clubs trifft man daher prominente Künstler wie Markus Lüpertz, Günther Uecker, Heinz Mack, Andreas Gursky, Hilla Becher, Katharina Sieverding, Katharina Fritsch und wie sie alle heißen. (Düsseldorf Tourismus)



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