13. Juli 2009, Slowenien

UNESCO-Weltkulturerbe in Slowenien

Ob Idrija mit seinem mehr als 500 Jahre alten Quecksilberbergwerk und dem hierbei entstandenen Kulturerbe in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird, wird erst im kommenden Jahr entschieden. So der Entschluss des UNESCO-Weltkulturerbekomitees, welches Ende Juni im spanischen Sevilla zusammenkam. Nachdem das Projekt bei der diesjährigen Prüfung der Kandidatur die Aufnahme auf die Liste um eine Stimme verfehlt hatte, wurde entschieden, dass „The Mercury and Silver Binomial on the Intercontinental Camino Real“, welches Almadén in Spanien, Idrija in Slowenien und San Luis Potosí in Mexiko miteinander verbindet, sich schon im kommenden Jahr erneut bewerben kann: und zwar mit einer ergänzten Kandidatur.

In Idrija baute man bereits 1490 Quecksilber ab. Heute kann man in dem ältesten Teil des ansonsten geschlossenen Bergwerks, im Antoni-Stollen, einen Teil des technischen Kulturerbes besichtigen und vor allem die Geheimnisse der Unterwelt erleben.

Neben Idrija, die sich um die Aufnahme auf die Liste des Weltkulturerbes im Rahmen der bisher ersten zwischenkontinentalen Kandidatur bewirbt, sind auf der Liste des Weltkulturerbes in Slowenien auch die Höhlen von Škocjan mit dem weltweit größten bekannten unterirdischen Canon, einem reichen Ökosystem und gefährdeten Tierarten. Die Höhle kann täglich mit einem Führer besichtigt werden.
In den Nominierungsprozess für die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes war auch das Partisanenkrankenhaus Franja mit eingeschlossen, Preisträgerin der europäischen Auszeichnung für Kulturerbe, welches jedoch vor zwei Jahren in einem schweren Unwetter fast vollkommen zerstört wurde. Das in einer engen Klamm gelegene und teilweise bereits restaurierte Krankenhaus kann sonntags nach vorheriger Vereinbarung mit dem Museum in Idrija besichtigt werden.

In der Initiativphase für die Nominierungen befinden sich im Rahmen des Themenbereichs „Mediterrane Salinen – die Salinen von Sečovlje“ weiterhin das Erbe des Architekten Plečnik, der periodische See von Cerknica, die Alpen im Rahmen der gemeinsam erfolgenden Nominierung der gesamten Alpen und im Rahmen des Themenbereichs von europäischen spätantiken Verteidigungswällen die Claustra Alpium Iuliarum. Im Bereich des kulturellen und gemischten Kulturerbes befinden sich das Projekt der Heuharfen und das Projekt der Pfahlbauten im Moor von Ljubljana in den Vorbereitungsphasen für die Nominierungen.

Mehr Informationen über Idrija und das Quecksilberbergwerk: www.idrija-turizem.si
Mehr Informationen über die Höhlen von Škocjan: www.park-skocjanske-jame.si. (Slovenian Tourist Board)



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