29. Juli 2009, Ostschweiz

Spannende Wanderungen auf Ostschweizer Themenwegen

Spannende und lehrreiche Themenwege warten in den Ostschweizer Ferienregionen und im Fürstentum Liechtenstein auf Wanderer, die unterhalten werden wollen. Unterwegs von Station zu Station wird dabei der Weg zum Ziel. Und wer festes Schuhwerk scheut, ist auch mal barfuss unterwegs.

„Heidis Geissenweg“ in Weesen
In der Ferienregion Heidiland vergnügen sich Wanderer auf dem Themenweg mit Heidis treuen Wegbegleitern. Der 2,5 Kilometer lange Geissenweg ist als Rundweg mit Start- und Endpunkt an der Flykirche in Weesen angelegt und bietet an zehn Stationen Spiel und Spass für Gross und Klein. Da hört man spannende Geschichten, testet im Spürkasten seine Sinne und klettert wie Heidi und ihre Lieblingsgeissen „Bärli“ und „Schwänli“. Unterwegs begegnet man nicht nur echten Geissen: einige kleine Geisslein verstecken sich in Bäumen und Wiesen und wollen entdeckt werden. Ob man auch keines verpasst hat, prüft man an der letzten Station. An der Heidi-Feuerstelle legt man beim Picknick eine kurze Rast ein und geniesst vom Chapf aus den Ausblick auf den Walensee. Infos: Heidland Tourismus, info@heidiland.com, www.heidiland.com.

Legenden und Geschichten auf dem Liechtensteiner Walser Sagen Weg
Überraschendes aus der mythischen Welt der Sagen und Legenden der hier ansässigen Walsergemeinde erfahren Wanderer auf dem „WalserSagen-Weg“ rund um den Liechtensteiner Bergort Triesenberg. Da begegnet man bizarren Gestalten wie dem „Erbi-Geist“, dem „Wilden Männli“ oder dem „Feuerroten Geissbock“ und erfährt, was es mit dem „Nachtvolk“ auf sich hat. Stations- und Informationstafeln erzählen aus dem grossen Sagenschatz und vermitteln heimatkundliches Wissen über die Berggemeinde. Vom Dorfzentrum führt der Weg zunächst hinauf nach Masescha, dem ersten Siedlungs-punkt der Liechtensteiner Walser. Für die gut sechs Kilometer lange Strecke sollte man feste Wanderschuhe schnüren. Entlang des zweiten Teils des Walser-Sagen-Wegs findet man Tierskulpturen, einen Waldgeist, aussergewöhnliche Spielgeräte und zwei Spielplätze. Der knapp drei Kilometer lange Abschnitt ist auch für Familien mit Kinderwagen gut geeignet und führt zum Rastplatz Studa, wo der „Riese von Guflina“ und sein furchterregender Wi-dersacher, ein fünf Meter langer aus Holz geschnitzter Drache, warten. Infos: Liechtenstein Tourismus, info@tourismus.li, www.tourismus.li.

Barfuss übers Hochmoor im Toggenburg
Ein besonderes Naturerlebnis ist der Rundgang durch das Hochmoor auf dem Hochplateau Rietbach oberhalb von Krummenau im Toggenburg. Entlang des Moorlehrpfades geniessen Barfussläufer den weichen Torfmoosboden unter den Sohlen und entdecken seltene Pflanzen wie das im Wind schaukelnde Wollgras, die Moorbirken mit ihren weissen Stämmen, die uralten Seggengräser, die blaue Moorkratzdistel, Knabenkräuter, Studentenröschen – und mit etwas Glück auch ganze Kolonien vom Sonnentau, einer fleischfressenden Pflanze, die nur in Mooren vorkommt. Unterwegs steckt man seine Füsse knietief in ein Moorloch und freut sich anschliessend über die Waschgelegenheiten am Wegesrand. Für den Morrundgang sollte man ca. eine Stunde einplanen. Erreichbar ist er von Krummenau aus mit der Sesselbahn Wolzenalp. Infos: Toggenburg Tourismus, kontakt@toggenburg.ch, www.toggenburg.ch.

Abenteuer mit dem Frechspatz Männi
Im Sport- und Freizeitpark Atzmännig bei Goldingen nordwestlich des Zürichsees begleiten Kinder auf dem „Spatz Männi Erlebnisweg“ den klugen, mutigen und manchmal ganz schön frechen Spatzen auf seinen Abenteuern. Der Erlebnisweg führt in rund einer Stunde reiner Wanderzeit von der Bergstation der Sesselbahn zurück zur Talstation. Beim ersten Posten, dem Nest der Familie Maiskorn, wird in einem riesigen Bilderbuch zunächst die ganze Geschichte erzählt. Vorbei am Nest von Männi’s Freundin Schmutzfink Frieda führt der Weg zu den weiteren Erlebnisposten, wo gelärmt oder dem bösen Jäger Tannenzapfen nachgeworfen werden – immer auf der Hut vor dem königlichen Tafelmeister Ignaz. Ganz mutige Spatzen wagen sich unterwegs auch in die Schlotterschlucht, wo die gefährliche Spinne Sputnik haust. Am Ende wird der mutigste Frechspatz zum König gekrönt. Der Weg eignet sich auch für kleinere Kinder, ist aber nicht kinderwagentauglich. Bei der Talstation können Kinder-Rückentragen ausgeliehen werden. Info: Atzmännig AG, Sport- und Freizeitzentrum, info@atzmaennig.ch, www.frechspatz.ch.

Auf Biberspuren entlang der Thur
Biberspuren wie gefällte Bäume und abgerissene Äste entdeckt man alleror-ten auf dem St.Galler Biberlehrpfad zwischen Oberbüren und Niederbüren. Zehn bebilderte Informationstafeln geben auf dem vier Kilometer langen Weg entlang der Thur Einblick in die Lebensweise und die Lebensraumansprüche des dämmerungs- und nachtaktiven Nagetiers, informieren über seine Verbreitung und die Geschichte seiner Wiederansiedlung im Kanton St.Gallen. Dazwischen sorgen Klapptafeln mit Quizfragen und darunter liegenden Antworten für spielendes Lernen auf dem Weg. Die Biber selbst wird man wahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen, denn sie leben versteckt und kommen erst am Abend aus ihren Bauten. Der Biberlehrpfad ist problemlos mit dem Rollstuhl zu befahren und eignet sich auch als kleine Radtour. Wer zu Fuss unterwegs ist und den Rückweg scheut, kommt bequem mit dem Postauto an den Ausgangspunkt zurück. Info: www.wwf-sg.ch. (Ostschweiz Tourismus)



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