30. Juli 2009, Brandenburg

Ausgezeichnete Radwege in Brandenburg

Brandenburg ist mit 9 zertifizierten Fernradwegen bei Qualitätsrouten deutschlandweit Spitzenreiter. Am 30. Juli 2009 werden gleich 8 Radfernwege in Brandenburg mit 3 und 4 Sternen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ausgezeichnet. Darunter sind 3 grenzübergreifende Routen und 5 Touren die durch Brandenburg führen. Der Fürst-Pückler-Radweg (4*) war bereits bis 2008 Modell-zertifiziert, weiterhin erhält der Oderbruchbahn-Radweg 4 Sterne. Der Oder-Neiße-Radweg, der Spreeradweg, der Radweg Berlin-Kopenhagen, der DahmeRadweg, die Kohle-Wind & Wasser Tour und die Bischofstour werden mit 3 Sternen ausgezeichnet.

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns erhält die Urkunden des ADFC um 14.30 Uhr in Cottbus am Schloss Branitz. Erwartet werden weiterhin die Landräte der Landkreise und Vertreter der Reiseregionen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, die an der Entwicklung der radtouristischen Infrastruktur beteiligt waren.

Am 9. Juli 2009 wurden mit der Oder-Spree-Tour bereits dem ersten Brandenburger Radfernweg 4 Sterne verliehen.

Die Zertifizierungs-Serie bildet den Abschluss der inhaltlichen Arbeit im Rahmen der ersten Förderperiode des Netzwerkes „Aktiv in der Natur“ zum Thema Radtourismus und Qualitätsmanagement. Seit drei Jahren setzt sich das Netzwerk für die Zertifizierung von Radfernwegen in der Modellregion Brandenburg ein. Speziell für die Datenerhebung wurden Partner in den Regionen ausgebildet, die das Qualitätsmonitoring unterstützen. Die Ergebnisse ermöglichen eine weitere Optimierung der Infrastruktur des Radwegenetzes.

„Der Brandenburg-Tourismus zählt zu den Vorreitern in Sachen Qualität. Dafür ist die Radwege-Zertifizierung ein weiteres eindrucksvolles Beispiel. Mit neun zertifizierten Radwegen hat Brandenburg deutschlandweit die Nase vorn“, freut sich Minister Junghanns. Der Radtourismus erfreue sich in der Mark als aktive Form der Freizeit- und Urlaubsgestaltung immer größerer Beliebtheit. „Aus gutem Grund: Denn Brandenburg verfügt über eine sehr gute Infrastruktur für Radler. Seit 1996 ist ein touristisches Radwegenetz von rund 4.500 Kilometern Länge entstanden“, sagte Junghanns.

Lobend äußerte sich der Minister über die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) gemeinsam mit dem brandenburgischen Netzwerk „Aktiv in der Natur“ entwickelten Zertifizierungskriterien von Radfernwegen. „Diese Überprüfung bietet einen exakten Überblick über den Zustand der Wege“, so Junghanns. Außerdem seien Radwege dann miteinander vergleichbar, weil die Kriterien bundesweit einheitlich gelten. „Dadurch wissen die Gäste ganz genau, was sie vor Ort – auf dem Weg und auch am Rande des Weges – erwarten können. Das erleichtert ihnen die Routenwahl – und wird gewiss auch dazu beitragen, dass noch mehr Radler sich für einen Aktiv-Urlaub in Brandenburg entscheiden“, sagte Junghanns abschließend.

Das Gütesiegel ist drei Jahre gültig und muss in der Folge durch eine neue Erhebung wiedererworben werden. Analog zur DEHOGA-Hotelklassifizierung gibt es die Auszeichnung mit 1-5 Sternen. Für nicht-zertifizierte Wege werden die ADFC-Kriterien als Qualitätsmonitoring genutzt.

Mit den 9 neuen Urkunden aus Brandenburg gibt es bundesweit 14 zertifizierte Radfernwege (Mainradweg (5*), Lahntalradweg (4*), 100 Schlösser Route (4*), Emsradweg (4*), Vom Main zur Rhön (4*), von denen 5 in den alten Bundesländern liegen.

Für die Sterne-Vergabe des ADFC werden verschiedene Kriterien bewertet: so die Oberfläche, die Befahrbarkeit und die Verkehrssicherheit des Radfernwegs. Auch die touristische Infrastruktur entlang der Strecke, die Beschilderung, die ÖPNV-Anbindung, und die Attraktivität der Routenführung spielen eine Rolle. Nicht zuletzt beurteilt die Jury das Marketing eines Weges. Die hohe Qualität der Radwege führt im Gegenzug laut ADFC-Radreiseanalyse 2009 dazu, dass die zertifizierten Strecken überproportional von Radfahrern genutzt werden. (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH)



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