31. Juli 2009, Ostbayern

Tiere hautnah erleben in Ostbayern

Deutsche lieben Tiere. In fast jedem dritten Haushalt lebt ein Haustier, ganz vorne im Beliebtheits-Ranking stehen die Katzen (7,8 Millionen), gefolgt von Meerschweinchen, Kaninchen, Hunden und Vögeln. Wer sich für Tiere interessiert, sie gerne beobachtet und kennen lernen will, hat bei einem Urlaub in Ostbayern zahlreiche Gelegenheiten. In Tierparks, großzügigen Freigehegen, aber auch in freier Natur macht es großen Spaß Tieren hautnah zu begegnen oder sie mit dem Fernglas zu beobachten.

Tierpark Straubing: Asiaten und Afrikaner, Nachtaktive und Tagschwärmer, scheue Waldbewohner und gefährliches Steppenvolk – sie alle scharen sich in Straubing. Mehr als 200 Arten, die in dieser Gegend eigentlich nicht oder nicht mehr heimisch sind, finden im dortigen Tierpark ein tiergerechtes und großzügiges Zuhause. Der einzige Zoo Niederbayerns beherbergt über 1.000 Säugetiere, Vögel, Reptilien und Fische. Wilde Gesellen wie Sibirische Tiger, Indische Löwen, Europäische Luchse oder Eis- und Braunbären geben sich in ihren Tierhäusern und Gehegen ganz zahm, über Besuch freuen sich Schimpansen, Bärenmakaken und Weißkehlmeerkatzen. Besondere Publikumslieblinge sind die Brillenpinguine, die erst vor kurzem „zugezogen“ sind. Die Behausungen der Zoobewohner sind in eine wunderschöne alte Parkanlage eingebettet. Über den Schatten, den die hohen Bäume im Sommer spenden, sind auch die Besucher dankbar. Während es rings um sie her schnattert, brüllt, blökt und wiehert, können sie im Biergarten eine Rast einlegen, die Kinder toben derweil auf dem naturnah gestalteten Abenteuerspielplatz.
Informationen: www.tiergarten-straubing.de.

Bayerwaldtierpark Lohberg: Wer wissen will, welche Tiere im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge heimisch sind, unternimmt einen Ausflug in den Bayerwaldtierpark Lohberg. Dort leben 400 Vertreter 100 verschiedener Arten in ihren natürlichen Lebensräumen. Beim Rundgang durch das zehn Hektar große Gelände kommt es dabei durchaus zu unerwarteten Begegnungen, denn im Bayerischen Wald lebten ursprünglich nicht nur Luchse und Wölfe, sondern auch Elche und Wisente. Letztere werden in Lohberg – ebenso wie Fischotter und Gänsegeier – gezielt gezüchtet, um sein Aussterben zu verhindern.
Informationen: www.lohberg.de/tierpark/.

Tierfreigelände Nationalpark Bayerischer Wald: Ein Abbild der heimischen Tierwelt bietet auch das Tierfreigelände im Nationalpark Bayerischer Wald. Wölfe und Wildschweine, Biber, Bären und Auerhühner leben hier fast wie in freier Wildnis – in geräumigen Landschaftsgehegen, in denen sie laufen, klettern, baden, schlafen und sich zurückziehen können wie es ihrer Art entspricht. Die Besucher erleben die 36 verschiedenen Säugetier- und Vogelarten bei einem abwechslungsreichen Rundgang durch den Wald, zum Teil führt der Weg sogar durch die Gehege.
Informationen: www.nationalpark-bayerischer-wald.de.

Hirschpark Buchet, Bernried: Keinen kapitalen Bock schießen, wohl aber ein ganzes Rudel Hirsche ins Visier nehmen, können tierliebe Urlauber im Hirschpark Buchet bei Bernried im Landkreis Deggendorf. Markierte Rundwanderwege führen durch das Areal, der Eintritt ist frei, nach vorheriger Anmeldung werden auch Führungen angeboten. Das Hirschwildreservat ist das größte im Naturpark Bayerischer Wald, es gehört zum Wildberghof Buchet, der neben Gasthaus und Gästezimmern auch einen „ständigen Bauernmarkt“ betreibt. In dem urigen Laden gibt es leckere Hirschsalami, Berghofschinken sowie Produkte von rund 100 Bauern und Handwerkern aus der Region zu kaufen.
Informationen: www.wildberghof-buchet.de.

Gut Aiderbichl Bayern: Im Landkreis Deggendorf befindet sich die bayerische Außenstelle von Gut Aiderbichl in Salzburg. Der Idee von Aiderbichl-Chef Michael Aufhauser folgend, verbringen in Deggendorf-Eichberg Tiere, die von Tierschützern aus aussichtslosen Lebensverhältnissen oder vor dem Tod gerettet wurden, einen ruhigen Lebensabend. Kinder und Eltern können das Gut Aiderbichl Bayern ganzjährig besuchen und sich mit Kühen, Pferden und Ponys, Schweinen, Eseln, Gänsen usw. anfreunden. Bei einer Führung erfahren sie so manche Lebens- und Leidensgeschichte, aber auch viel Wissenswertes über die Tiere. Informationen: www.gut-aiderbichl.com.

Vogelpark Irgenöd, Ortenburg: Mit lautstarkem Gezwitscher werden Gäste im Vogelpark Irgenöd bei Ortenburg im Landkreis Passau empfangen. Mit weit über 1.000 Vögeln in mehr als 200 Arten ist der idyllisch angelegte Vogelpark der größte seiner Art in Süddeutschland. Käfighaltung gibt es hier natürlich keine: Die gefiederten Bewohner sind in großzügigen Freigeländen oder Volieren untergebracht. Informationen: www.vogelpark-irgenoed.de.

Jurazoo Neumarkt: Der Jurazoo in Neumarkt ist ein Familienbetrieb. Die Familie Pelech bietet mehr als 300 Säugetieren, Vögeln und Reptilien eine Heimat. Besondere Anerkennung findet der Zoo aufgrund seiner Erfolge in der Zucht von Weißhandgibbons und Zwergseidenäffchen. Aber auch seltene Tiere wie der Kaptriel oder der Geierrabe, die in Deutschland sonst nicht anzutreffen sind, fühlen sich in Neumarkt zu Hause. Demnächst wird die Zoofamilie wohl noch Zuwachs erhalten, denn die Erweiterung von derzeit 7.000 auf 12.000 Quadratmeter steht fest. Informationen: www.jura-zoo.de. (Tourismusverband Ostbayern e.V.)



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