4. August 2009, Imst-Gurgltal

Gurgltaler feiern die Rückkehr der Schaafe

Es muss nicht immer Kuh sein: Die Schafschied in Tarrenz ist der größte Almabtrieb in der Region Imst-Gurgltal. Rund 1000 Schafe und Lämmer verbringen den Sommer über auf der Hinterberg-Alm hoch über Tarrenz. Anfang September heißt es für Hirten und Tiere wieder ins Tal zurückkehren. Und dieser Abtrieb sorgt schon traditionell für einen Auftrieb der ganz besonderen Art in der Gurgltal-Gemeinde. Denn Tausende Festgäste wollen das wimmelnde Treiben mitverfolgen, wenn die Tiere am 2. Sonntag im September zu den heimatlichen Ställen zurückkehren. Zu diesem Zweck werden sie im idyllischen „Bangert“, einer großen Wiese mit vielen Obstbäumen, hinter dem Gasthof Sonne zusammengetrieben. Und dort feiern am 13. September die einheimische Bevölkerung und mittlerweile auch viele Gäste von überall her das Eintreffen der wolligen Vierbeiner. Sogar der Verkehr muss ruhen, wenn die Schafherde um zirka 13.00 Uhr durch das Zentrum von Tarrenz zieht. Ein besonders schönes Bild nehmen Besucher in der langgezogenen und engen Trujegasse mit. Die wird von einem regelrechten wogenden Meer an weißen Leibern überschwemmt. Anschließend biegen Herde und Hirten auf die Hauptstraße ein, von wo aus sich der Zug in den Sonnegarten bewegt. Dort vertreiben sich die Gäste der „Schafschied“ – so die offizielle einheimische Bezeichnung – die Zeit des Wartens mit allerlei Vergnügungen.

Musikalisch untermalt lassen sich hier allerlei Köstlichkeiten verspeisen. Darunter, wie könnte es anders sein, auch vielerlei Spezialitäten vom Schaf. Die bilden während der Almsaison auch den passenden Schwerpunkt vieler Gasthäuser in der gesamten Region. Wer dieser Geschmacksrichtung weniger zugetan ist, den versorgen die Tarrenzer dennoch bestens. Etwa mit den berühmten Tarrenzer Kiachln, goldgelb gebackenen Hefeteigkrapfen, die wahlweise mit Kraut oder Preiselbeeren genossen werden. Wer getrunken und gespeist hat, kann anschließend den Europameister im Schafscheren bei seinem Handwerk beobachten. Reiner Büchelhuber verpasst seinen „Klienten“ in atemberaubendem Tempo eine luftige Herbstfrisur.

Geduld haben heißt es dagegen beim Kuhlotto. Dieses Glücksspiel dreht sich um den Fladen der Kuh. Während das gute Tier grast, gilt es in einem abgegrenzten und durchnummerierten Feld zu erraten, wo es sein Geschäft verrichtet. Wer richtig tippt, kann 1000,- (!) Euro gewinnen. Kinder haben Gelegenheit, sich an allerlei Spielgeräten zu versuchen. Die „Tiroler Alpencowboys“ und die „Tirolmix“ sorgen für musikalische Unterhaltung. Und wer noch nicht genug hat, deckt sich mit Tiroler Köstlichkeiten bei den Ortsbäuerinnen ein. Erfahrungsgemäß ziehen sich die Festlichkeiten bis in die späteren Abendstunden. (Tourismusverband Imst Gurgltal)



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