17. August 2009, Fluggesellschaften

Hohe Umweltziele der oneworld Airlines

Obwohl sich die Luftfahrtbranche derzeit ihren größten finanziellen Herausforderungen und dem stärksten Abschwung der Weltwirtschaft seit Jahrzehnten stellen muss, zeigen sich die Airlines der oneworld Allianz entschlossen wie eh und je, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Eckpfeiler dieses Engagements ist das Flottenmodernisierungsprogramm. Die Fluggesellschaften der Allianz sind gerade dabei, ihre Flotten mit mehr als 1325 der modernsten, sparsamsten und leisesten Maschinen in einem Gesamtwert von 150 Milliarden US-Dollar auszurüsten.

Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als 675 dieser umweltfreundlicheren Maschinen in einem Wert von mehr als 65 Milliarden US-Dollar ausgeliefert. 85 von ihnen haben im vergangenen Jahr den Betrieb aufgenommen – Wert: rund 15 Milliarden US-Dollar.

Die Zahl der Bestellungen im gemeinsamen Auftragsbuch der Mitglieder ist im zurückliegenden Jahr auf über 650 gestiegen und umfasst ein Volumen von mehr als 90 Milliarden US-Dollar – das sind
60 Bestellungen im Gesamtwert von 15 Milliarden US-Dollar mehr als im Jahr zuvor.

Die neuen Flugzeuge und eine Vielzahl andere Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Carrier der Allianz ihre Treibstoffeffizienz in den vergangenen zehn Jahren merklich verbessert haben. Und sie werden eine wichtige Rolle im Bestreben der Airlines einnehmen, ihre ehrgeizigen Ziele einer weiteren Treibstoffreduzierung zu erreichen: bis zu 50 Prozent bis 2050 über das Zwischenziel von 25 Prozent bis 2025 bei gleichzeitiger Lärmreduzierung und Vermeidung anderer Einflüsse auf die Umwelt.

Jede oneworld Airline hat ihr eigenes umfassendes Programm, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Diese Programme gelten allgemein als die verantwortungsbewusstesten und fortschrittlichsten in einer Branche, die weltweit gesehen weniger als zwei Prozent der Treibhausgas-Emissionen produziert.

Neben den Programmen zur Flottenmodernisierung unternehmen die Airlines der Allianz folgende Schritte:
• Reduzierung des Flugzeuggewichts, um weniger Kerosin zu verbrauchen und weniger Lärm zu erzeugen.

• Das Angebot an die Fluggäste, den CO2-Ausstoß, der durch ihren Flug verursacht wird, durch Spenden an spezielle Programme auszugleichen. British Airways, Cathay Pacific, Dragonair, Japan Airlines und Qantas bieten dies bereits an.

• Probeweiser Einsatz von Windkraftanlagen zur Erzeugung von Strom für die Bürobeleuchtung (Cathay Pacific).

• Recyceln von Papier, Plastik, Aluminium, Glas und sogar Flaschenkorken.

• Noch gründlichere Flugzeug- und Maschinenreinigung, um den Luftwiderstand zu reduzieren, die Effizienz zu erhöhen und damit auch für eine bessere Treibstoffausnutzung zu sorgen.

Viele der Airlines spielen eine führende Rolle bei den Anstrengungen der Luftfahrtbranche, saubereren und nachhaltigeren Treibstoff zu entwickeln. Und sie sind tonangebend in Gruppen, die an einem gerechteren und umfassenderen Branchenkonzept zur Umsetzung des Emissionshandels arbeiten.

Alle oneworld Airlines sind zudem aktive Teilnehmer und Unterstützer der Umweltschutzprojekte, die von den internationalen Brancheninstitutionen koordiniert werden – weltweit von der International Air Transport Association (IATA) und auf regionaler Ebene von der Association of European Airlines (AEA), der Association of Asia Pacific Airlines (AAPA), der Air Transport Association (ATA) der USA sowie anderen entsprechenden Institutionen.

Da die Mitglieder der Allianz bereits Umweltprogramme auf diesen drei Ebenen mitgestalten – global durch die IATA, in den Regionen durch die jeweiligen regionalen Verbände sowie auf in jeweils eigener Verantwortung –, haben sie entschieden, nicht auch noch auf einer vierten Ebene aktiv zu sein. Sie sind der Überzeugung, ein Allianz-Umweltprogramm wäre lediglich eine Kopie und würde die Konzentration auf ihre bereits bestehenden umfangreichen Umweltschutzprojekte aufsplittern und damit schwächen.

oneworld leistet dennoch einen Beitrag zu jeder ihrer Umweltschutzanstrengungen. So war beispielsweise oneworld im April 2005 die erste Airline-Allianz weltweit, bei der die Passagiere für Anschlussflüge mit Mitgliedsairlines nichts weiter benötigten als ein E-Ticket – so wurden Jahr für Jahr Millionen von althergebrachten Papiertickets ausgemerzt, die nach dem Flug auf dem Müll landeten.

oneworld Airlines kooperieren ebenfalls einzeln oder zusammen mit den verantwortlichen Flughafen- und Luftfahrtkontrollbehörden (ATC), um die mit Abstand größte Ursache für Kerosinverschwendung in Angriff zu nehmen: das ineffiziente Luftverkehrsraum-Management.

„oneworld und unsere Mitglieder sind entschlossen, alles zu tun, was in unserer Macht steht, um uns um die Welt zu kümmern, der wir mit unseren wichtigen Transportverbindungen dienen“, sagt John McCulloch, oneworld Managing Partner. „Und dieses Engagement stand trotz der finanziell harten Zeiten nie auf der Kippe.“

McCulloch fügt hinzu: „Fluggesellschaften verbinden Menschen, Orte und Kulturen, und sie halten die Wirtschaft am Leben. Darauf sind wir stolz. Aber wir wissen auch, dass die Freiheit, die der Luftverkehr mit sich bringt, Auswirkungen hat. Aus diesem Grund stehen die oneworld Airlines in der ersten Reihe, wenn es darum geht, die Folgen von Flugreisen für die Umwelt zu reduzieren.“

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Schritte, die jede Airline der Allianz innerhalb ihres Umweltprogramms unternimmt, steht als Fact Sheet auf der Homepage von oneworld bereit unter www.oneworld.com/ow/news-and-information/fact-sheets/details?objectID=35&tempURLParam= (oneworld)



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