25. August 2009, Berner Oberland

50-jähriges Jubiläum der Gondelbahn La Videmanette

Jubiläum auf La Videmanette: Seit 50 Jahren ist der Berg, der an der Grenze zwischen den Kantonen Waadt und Bern liegt und zum Gebiet des Tarifverbunds Gstaad Mountain Rides gehört, mit einer Bahn erschlossen. Dieses halbe Jahrhundert Tourismusgeschichte nimmt die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) AG zum Anlass, am 6. September im Berghaus ein Fest zu feiern.

Die Gondelbahn ist an diesem Tag bereits ab 8.30 Uhr, eine halbe Stunde früher als üblich, in Betrieb. Es gelten Jubiläumstarife: Die Bergfahrt kostet 5 CHF, die kombinierte Berg- und Talfahrt 10 CHF. Kinder bis 9 Jahre fahren – wie üblich – gratis. Ab 9 Uhr ist die Festwirtschaft beim Berghaus offen. Die Gemeinde Rougemont offeriert einen Apéro für jedermann. Die Kapelle Catherine Henchoz spielt ab 10 Uhr zur Unterhaltung auf. Der offizielle Festakt beginnt um 11 Uhr. Richard Kummrow, Verwaltungsrats-Präsident der BDG AG, Ernest de Siebenthal, Gemeinderat von Rougemont, sowie Jean Rossier, Alt-Verwaltungsrat der Télé Rougemont-Videmanette SA, werden die Festreden halten.

Attraktives Rahmenprogramm
Für dieses Kantonsgrenzen überschreitende Jubiläumsfest hat die die BDG AG zusammen mit Rougemont Tourismus ein attraktives Programm zusammengestellt. Zwischen 10 und 15 Uhr finden jeweils zur vollen Stunde Führungen auf die Klettersteige 1 und 2 statt. Ausrüstung und Guides steht kostenlos zur Verfügung. Von 10 bis 16 Uhr läuft das Kinderprogramm auf Les Gouilles. Um 15 Uhr schlägt Fortunas Stunde: Bei der Verlosung warten als Hauptpreis ein Saisonabonnement von Gstaad Mountain Rides für den Winter 2009/10 und weitere Preise auf die glücklichen Gewinner. Die letzte Talfahrt ist auf 18 Uhr angesetzt.

Blick in die Historie
Die ersten Pläne, auf La Videmanette eine Bahn zu bauen, reichen bis ins Jahr 1936 zurück. Dies ergibt sich aus Presseberichten aus jenem Jahr. Ziel war es, den jungen Menschen der Region eine Perspektive zu schaffen und sie im Tal zu halten. Die Tendenz, aus Mangel an Arbeit in die Städte abzuwandern, sollte gestoppt werden.

Verschiebung nach Rougemont
Die Bahn sollte zunächst von Flendruz aus starten und über die Mittelstation bei Martigny hinauf zur Videmanette führen. Geplant war zunächst eine Pendelbahn und Pylonen aus Beton. Es dauerte jedoch noch bis 1958, ehe Georges Filipinetti die Initiative ergriff, eine Finanzierungsgruppe um sich scharte und so der Startschuss für den Bau fallen konnte. Weiteres Ziel der Pioniere war es, eine komplette touristische Station zu entwickeln. Die Bergbahn war der erste Schritt in diese Richtung. Das Projekt, das mit rund einer Million Franken veranschlagt war, wurde nach Rougemont transferiert, die Mittelstation bei Quoquaire errichtet. Die Betreiber traten 1959 auch dem damals schon bestehenden Tarifverbund der Region Gstaad bei.

Topografie einer Pendelbahn
Die ersten Gondeln waren kantige, graue Aluminium-Kabinen mit Skiträgern aus Segeltuch. Sie wurden 1984 durch neue ersetzt und die kleine Bahn Les Gouilles neu gebaut. Die Gebäude wurden deutlich vergrössert und Beschneiungsanlagen installiert. Die kühne Idee, auf dem Dach der Bergstation ein sich drehendes Restaurant zu installieren, wurde Mitte der 1980er Jahre wieder verworfen. Allein die Linienführung der Videmanette-Bahn blieb unverändert. Deren topografische Beschaffenheit würde zwar eher zu einer Pendelbahn passen, gleichwohl wurde eine Gondelbahn gebaut.

Aktuelle Anlage soll ersetzt werden
Die aktuelle Anlagen-Generation ist inzwischen in die Jahre gekommen und soll im Zuge des Investitionsprogramms „Konzentration“, das bis 2018 Ausgaben in Höhe von 160 Mio. CHF vorsieht, ersetzt werden. Die Arbeiten sind für 2016 vorgesehen. Für die dann neu installierte Bahn kalkuliert die Bergbahnen Destination Gstaad AG heute mit rund 20 Mio. CHF. (Gstaad Saanenland Tourismus)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen

Themen: ,





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: