25. August 2009, Eutin

Eröffnung der Eutiner Festspiele

Die  vier  Produktionen der Eutiner Festspiele sind abgeschlossen und die  Solisten in den
wohlverdienten Urlaub oder zu neuen Engagements gereist. Mit den beliebten Gala-Abenden
ab kommenden Freitag, den 28. bis Sonntag, den 30. August (Freitag und Sonnabend jeweils
um 19.30 Uhr, am Sonntag um 19.00 Uhr)  endet traditionell die Spielzeit auf dem Grünen
Hügel.  Als  Stargast  konnte Intendant Heinz-Dieter Sense den internationalen  Solisten,  Jochen
Kowalski, für Eutin gewinnen. Der gebürtige Brandenburger  führt gleichzeitig als  Moderator
durch die Gala-Abende und sorgt für stimmungsvolle und gehobene Konzertabende.

Kowalski gehört zu den außergewöhnlichsten und erfolgreichsten Altisten der Gegenwart und
ist seit zweieinhalb Jahrzehnten ein Weltstar. Umjubelte Engagements, unter anderem an die
Pariser Grand Opera, an das Royal Opera House Covent Garden London, führten ihn rund um
den Erdball. Die Konzertmetropolen Moskau, St. Petersburg, Barcelona, Madrid, Wien, Prag,
Lissabon, Kopenhagen, die Salzburger Festspiele und Japan sind nur einige seiner wichtigsten
bisherigen Gastspielorte. Die Krönung seiner Sängerkarriere war die New Yorker Metropolitan.
Hier sang Jochen Kowalski  in mehreren Spielzeiten neben dem Prinzen Orlofsky in „Die
Fledermaus“ auch den Elfenkönig Oberon in Brittens „Ein Sommernachtstraum.“

Seit 1983 gehört Kowalski zum Ensemble der Komischen Oper Berlin und interpretierte dort
viele Titelpartien. Darunter in Inszenierungen von Harry Kupfer, Anthony Pilavachi und Andreas
Homoki.  Kowalski war an allen bedeutenden Opernhäusern Deutschlands sowie in Gastspielen
an der Wiener Volks- und Staatsoper zu erleben.

Sein Repertoire ist für einen Altisten vielseitig und umfangreich.  Er begeistert sein Publikum
nicht nur in den großen Barockopern und Oratorien Monteverdis, Händels, Bachs, Glucks und
Mozarts, sondern überzeugt ebenso in der hochartifiziellen Tenor – Altino Partie des Astrologen
in Rimski-Korsakovs Oper „Der goldene Hahn“ oder in Olga Neuwirths spektakulärer
„Hommage a Klaus Nomi“.  Er arbeitete mit den renommiertesten Dirigenten und Regisseuren
zusammen und erhielt im Laufe seiner Karriere mehrere nationale und internationale Theater-
und Schallplattenpreise. Mit den unterschiedlichen Liederabendprogrammen und Solokonzerten
gastierte Jochen Kowalski auf allen wichtigen nationalen und internationalen Festivals.

Eröffnet werden die Galas mit Werken des „Haus-Komponisten“ Carl-Maria von Weber, der in
Eutin geboren wurde. Im ersten Programmteil erweisen die Festspiele den Jubilaren des Jahres
2009, Mendelssohn-Bartholdy, Händel und Haydn, die  Ehre. Nach der Pause steht der
Komponist Leonard Bernstein im musikalischen Mittelpunkt.

Bei seinem  muskalischen  „Spaziergang“ erhält Jochen Kowalski Begleitung durch  das
Philharmonische Orchester der Landeshauptstadt Kiel unter der Leitung von Georg Fritzsch
und dem Festspielchor. Die Solisten der drei Abende sind  Julia Bauer,  Hartmut Bauer (nicht
miteinander verwandt) und Thomas Mohr.

Zahlreiche Engagements führten Julia Bauer ans Staatstheater Cottbus, die Wiener Volksoper,
zu den Seefestspielen Mörbisch, der Staatsoper Berlin und der Dresdner Semperoper. Sie
wurde mit dem „Max-Grünebaum-Preis“  des  Staatstheaters Cottbus  für hervorragende
Leistungen in verschiedensten Genres ausgezeichnet.

Mit Hartmut Bauer erlebt das Publikum auf der Seebühne ein Urgestein der Eutiner Festspiele.
Zu seinen Stationen gehören die rennomierten deutschen Opernhäusern und die Bayreuther
Festspiele (Rheingold/Tannhäuser/  Meistersinger). Internationale Engagements führten ihn
nach Basel, Barcelona, Neapel, Brüssel, Graz,  Antwerpen und  Genf.   Seit 1990  hält  der
imposante Bass den Eutiner Festspielen die Treue.

Thomas Mohr begann seine Laufbahn als Bariton, nachdem er sein Gesangsdiplom an der
Musikhochschule Lübeck erhielt und das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. An den
Theatern von Bremen, Mannheim und Bonn sang er Partien wie „Graf Luna“ in Verdis „Il
Trovatore“, „Germont“ in „La Traviata“ oder „Papageno“.  Mohr  arbeitete mit so namhaften
Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Lorin Maazel und Christoph von Dohnányi zusammen.
Mit seinem  Fachwechsel zum Heldentenor feierte er große Erfolge,  beispielsweise als
„Siegmund“, „Parsifal“ und „Max“ in Webers „Der Freischütz“.

Der Eutiner Festspielchor besteht in diesem Jahr aus gesamt 72 Sängerinnen und Sängern
unter der Leitung von Gabriele Pott, die seit der Spielzeit 2006 den Chor für den wechselnden
Spielplan jeweils neu formiert. Für die diesjährige Spielzeit mit den drei sehr unterschiedlichen
Produktionen wurden insgesamt 50 Berufschorsänger engagiert, die von verschiedenen
Bühnen, u.a. aus Bayreuth, Leipzig, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Bremen, Wuppertal, Chemnitz
und selbstverständlich auch aus den umliegenden Opernhäusern wie Hamburg, Lübeck, Kiel
und Rostock kommen.

Georg Fritzsch ist seit 2003 Generalmusikdirektor am Kieler Theater. Gastdirigate im In- und
Ausland führten ihn mit zahlreichen bedeutenden Orchestern, beispielsweise der Staatskapelle
Dresden, dem Gürzenich Orchester Köln und dem Deutschen Symphonieorchester Berlin,
zusammen. Fritzsch stand bereits an den Opernhäusern von Hannover, Düsseldorf, Dublin und
Dresden  am Pult. An der Musikhochschule Tilburg hat er eine Professur inne. Nach den
erfolgreichen Gala-Abenden 2007 und 2008 wird Georg Fritzsch auch in diesem Sommer
wieder die Gala-Abende dirigieren.  (Eutiner Festspiele GmbH)



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