27. August 2009, Ostbayern

Lothar-Fischer-Museum feiert Jubiläum

Lothar Fischer war einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Seine Werke beschäftigen sich häufig mit abstrahierten menschlichen Figuren sowie Reitern und Pferden. Zusammen mit drei weiteren Malern gründete er 1958 die Künstlergruppe Spur. 1964 war er Teilnehmer der documenta III in Kassel. Ein großer Teil seines Lebenswerkes und seines Nachlasses ist seit 2004 in Neumarkt i.d.OPf, der Stadt, in der er seine Jugend verbrachte, ausgestellt. Das Museum Lothar Fischer wurde nur vier Tage nach seinem Tod, am 19. Juni, eröffnet. Zum fünften Geburtstag der wichtigen kulturellen Einrichtung zeigt die Stadt erstmals die einzelnen Werkphasen des Bildhauers.

Die Ausstellung dokumentiert sein Schaffen während der Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste (1952 – 1958), die Jahre mit den Gruppen „Spur“ (1957 – 1965) und „Geflecht“ (1965/66), unter dem Einfluss der Pop-Art (1966 – 1968) bis hin zu den Hüllen-Plastiken (1966 – 1968). Zu sehen sind auch die vielen Arbeiten für den öffentlichen Raum, die ab 1975 entstanden sind, Plastiken, die in Neumarkt noch nie gezeigt wurden und erstmals Fischers eindrucksvolle Tuschelpinselzeichnungen und Skizzenbücher. Im Wechselausstellungsraum wird außerdem eine Installation von Kabelbindern präsentiert, der dritte Museumsraum dokumentiert die positive Entwicklung des Hauses von der Stiftungsidee bis heute.

Informationen: Lothar & Christel Fischer Stiftung, Rathausplatz 1, 92318 Neumarkt i.d.OPf., Tel. 09181/255-128, Fax 09181/255-198, gabriele.moritz@neumarkt.de, www.museum-lothar-fischer.de. (Tourismusverband Ostbayern e.V.)



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