27. August 2009, Schottland

Urlaub in der Kulturstadt Aberdeen

Funkelnde Granitgebäude haben Aberdeen, der drittgrößten Stadt Schottlands,
den stolzen Beinamen „Silver City“ oder auch „Granite City“ eingebracht. Der
hier abgebaute, hochwertige Stein wurde nicht nur zum Hausbau verwendet,
sondern weltweit eingesetzt, z. B. im Mausoleum von Queen Victoria und am
Grabstein  Napoleons  III.  Eine  jahrtausendealte  Geschichte  und  ein  reiches
kulturelles  Erbe  gepaart  mit  einer  ausgezeichneten  Küche  und  einem
vibrierenden Nachtleben machen Aberdeen zu einem attraktiven Ferienziel.
Das  Umland  zeichnet  sich  vor  allem  durch  schroffe  Küstenlinien,  tiefe
Schluchten  und  einzigartige  Gebirgslandschaften  des  Cairngorms
Nationalparks aus.  Zwischen der Mündung der beiden Flüsse Don und Dee gelegen ist Aberdeen mit
250.000  Einwohnern  die  Hauptstadt  der  schottischen  Grampian  Region.  Sie
erlebte  Ende  der  70er  Jahre  infolge  der  Erdölfunde  einen  sprunghaften
Aufschwung und gilt heute als Ölhauptstadt Europas. Wirtschaftliches Zentrum ist
der Nordseehafen mit seinem Fischmarkt, der täglich um 4 Uhr seine Tore öffnet.
Das Maritime Museum am Hafen zeigt interessante Einblicke in die Geschichte der
Stadt: Bilder über die harte Arbeit und das Leben auf den Bohrinseln sowie über
Schiffbau und Fischerei sind hier anschaulich dokumentiert.

Vom Hafen aus lässt sich Aberdeen bequem zu Fuß erkunden. Die Atmosphäre
wird durch gepflasterte Straßen, mit Efeu bewachsene historische Gebäude und
kleine Stadthäuser geprägt. Das prachtvollste Gebäude ist das Marischal College,
das zweitgrößte Granitbauwerk der Welt, das im 16. Jh. errichtet wurde.

Die stolze Kathedrale von St. Machar thront nördlich des Zentrums über dem
Seaton Park. Hier in der Altstadt befindet sich auch das Aberdeens Kings College,
an dem mehr als 10.000 Studenten eingeschrieben sind. Wenige Meter entfernt
steht das älteste Wohnhaus Aberdeens – das Provost Skene’s House. In dem
wunderschön möblierten Haus aus dem 17. Jh. sind vor allem die mit Stuck und
Lambris verzierten Decken sehenswert.

Ein Spaziergang entlang der High Street lässt erahnen, wie Aberdeen im 18. Jh.
ausgesehen  haben  mag.  Noch  heute  gibt  es  viele  traditionelle  Geschäfte  mit
Handgefertigtem wie Wollwaren oder Schmuck. Man findet jedoch auch trendige
Shopping-Center mit einer großen Auswahl an modernen Designerwaren. Eine
Oase der Ruhe inmitten des geschäftigen Treibens der Stadt stellt die Aberdeen
Art Gallery mit zahlreichen Werken verschiedener Epochen und Stilrichtungen dar.

Aberdeen, das schon mehrmals den Sieg beim Wettbewerb „Britain in Bloom“
davongetragen hat, wird zu Recht die „Blume Schottlands“ genannt. Sehenswert
sind die Blumenanlagen in den Union Terrace Gardens, die Wintergärten im
Duthie Park oder der Rosengarten und das Labyrinth von Hazlehead.

Hochwertige Meeresfrüchte, fruchtbares Ackerland und das schöpferische Können
der Köche sind die Grundlage für eine anspruchsvolle und reiche Gastronomie.

Liebhaber traditioneller Küche sind z. B. in der Simpsons Brasserie bei eine
köstlichen Angus Steak gut aufgehoben. Moderne Küche gibt es unter anderem i
Café 52, das vor allem durch seine unwiderstehlichen Desserts überzeugt. Di
Studenten in der Stadt sorgen für ein abwechslungsreiches Nachtleben: Allein a
der Union Street gibt es mehr als 30 Pubs und Discotheken.

Nahe der Union Street verläuft die Strandpromenade. Hier zieht sich auf dre
Kilometern  einer  der  längsten  Stadtstrände  Europas  entlang.  In  der  direkte
Umgebung Aberdeens ist eine Vielzahl typisch schottischer Sehenswürdigkeite
zu finden. Urlauber lernen bei verschiedenen themenorientierten Rundgängen di
Region besonders gut kennen. Auf dem Castle Trail werden Besucher entlang de
Küste  zu  den  schottischen  Schlössern  geführt.  Nur  wenige  Kilometer  entfern
liegen  unter  anderem  Slains  Castle  und  Dunnottar  Castle.  Beide  thronen  au
zerklüfteten  Felsen  direkt  über  dem  Meer  und  bieten  sensationelle  Ausblicke
Slains Castle wird nachgesagt, Bram Stoker zur Geschichte vom Grafen Dracul
inspiriert  zu  haben.  Dunnottar  Castle,  eine  riesige  Festung  aus  de
9.  Jahrhundert,  hingegen  war  eindrucksvoll  genug,  um  als  Kulisse  für  ein
imposante Kinoversion von Hamlet zu dienen. Wenige Kilometer weiter befinde
sich  Crathes  Castle,  in  dem  ein  Geist  umhergehen  soll  und  dessen  ach
miteinander verbundene Gärten eine wahre Augenweide sind.

Der Malt Whisky Trail führt zu den berühmten Brennereien bekannter Marken wi
Glen  Grant  oder  Glenfiddich,  in  denen  Besucher  erfahren,  wie  Whisky  i
jahrhundertealter Handwerkskunst gebrannt wird. Auf dem Victorian Heritage Tra
wandert man bis zur Sommerresidenz der Queen in Balmoral. Die Route füh
durch  die  wilde  heidekrautbewachsene  Bergwelt  der  Grampians  und  hübsch
kleine Ortschaften. Die gute Verkehrsanbindung zu den Bergen hat Aberdeen de
Namen „Tor zu den Highlands“ eingebracht. Bei den jährlichen „Highland Games
messen sich Teilnehmer im Kilt in Sportarten wie beispielsweise Baumstammwurf

Aktive  Erholung  findet  man  beim  Angeln  von  Forellen  oder  Lachsen  an  de
Flüssen  Don  und  Dee,  bei  Reitausflügen,  Spaziergängen  durch  di
Hügellandschaften oder auf einem der zahlreichen Golfplätze der Region. Ein
Fähre verbindet Naturliebhaber in vierzehn Stunden mit Lerwick, der „Hauptstadt
der Shetlandinseln mit tausenden Ponys – den kleinsten, aber robustesten de
Welt – sowie einer Viertelmillion Schafen und über 180 Vogelarten.

Anreise mit SAS Scandinavian Airlines ab Deutschland
SAS bietet ab allen acht deutschen Abflughäfen insgesamt knapp 50 Verbindungen pr
Woche via Kopenhagen nach Aberdeen an. Oneway-Tickets sind mit dem flexiblen SAS
Tarifkonzept bereits ab 121 EUR buchbar – (Preisbeispiel ab Hamburg inkl. aller Steuer
und Gebühren bei Buchung unter www.flysas.de).  (sasgroup/flysas)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen

Themen: ,





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: