15.09.2009 | Sachsen
“Drei Nüsse für Aschenbrödel”: Ausstellung auf Schloss Moritzburg
Im Winter 1972/73 diente Schloss Moritzburg als festliche Kulisse für den Kult-Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, eine Koproduktion der DEFA mit dem Filmstudio Barrandov in Prag nach dem Märchen von Božena Němcová. Dass dieser Film zu den beliebtesten deutschen Märchenfilmen avancieren würde, dachte damals niemand. Alljährlich kommen Hunderte Besucher nach Moritzburg um die originalen Spielstätten zu sehen. Inzwischen ist der Film selbst Teil der Schlossgeschichte.
Ab 10. Oktober widmet Schloss Moritzburg in Zusammenarbeit mit den Filmstudios Babelsberg dem Film eine Sonderausstellung. Ein überdimensionaler Aschenbrödel-Schuh schmückt bereits seit Anfang August die Schlossterrasse und soll die Gäste auf die bevorstehende Sonderausstellung zum tschechisch-deutschen Kultfilm “3 Haselnüsse für Aschenbrödel” aufmerksam machen.
Im Film lebte hier Aschenbrödels Märchenprinz zusammen mit der königlichen Familie und seinem Hofstaat. Hierhin lud die königliche Familie zum Ball, um eine Braut für den Prinzen zu finden. Zahlreiche Fans des Films haben längst entdeckt, dass Aschenbrödel im Film auf den Treppen des Schlosses Moritzburg hinaufgeht, um den Prinzen auf dem Ball zu treffen. Viel interessanter ist es jedoch sicherlich herauszufinden, auf welcher Schlosstreppe die berühmte Szene spielt, in der Aschenbrödel ihren Schuh auf der Flucht vom Ball verliert.
Originale Kostüme und Ausstattungsgegenstände aus dem Film werden sicherlich nicht nur die Herzen aller Filmfans höher schlagen lassen. Darüber hinaus gibt es einiges über die Entstehungsgeschichte des Filmes und die Lebensläufe der Akteure zu erfahren. Auch die märchenhaften Hintergründe der Aschenbrödelgeschichte werden näher beleuchtet.
Diese Woche traf bereits das erste Exponat für die Ausstellung ein: das originalgetreu nachgeschneiderte Ballkleid Aschenbrödels. Auch die Handmalereien auf Schleppe und Gürtel wurden originalgetreu nachempfunden. Einige Kulissen und ein Modell des Ballsaales werden nachgebaut, um den Kostümen die richtigen Hintergründe zu geben.
Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm wird die Ausstellung begleiten. Neben der Aufführung des Märchenfilmes sind u.a. auch Kinder- und Familienführungen geplant. Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben. Die Ausstellung ist in deutscher und tschechischer Sprache gestaltet. Auch Führungen können gegen Voranmeldung in beiden Sprachen gebucht werden (per email: moritzburg@schloesserland-sachsen.de).
Die Ausstellung ist vom 10. Oktober bis 10. Januar 2010 zu sehen.
10. bis 31. Oktober: täglich 10–17 Uhr (letzter Einlass)
1. November bis 10. Januar 2010: Di–So 10–16 Uhr (letzter Einlass)
Eintritt 4,00 Euro | Ermäßigt 2,50 Euro
Familienkarte 2 Erw. + max. 4 Kinder: 8,00 Euro
Familienkarte 1 Erw. + max. 2 Kinder: 4,00 Euro
Gruppenticket Schüler (ab 15 Pers.) 2,00 Euro
Führungsbestellungen sind telefonisch oder per e-mail möglich. Kombitickets mit weiteren Ausstellungsteilen sind ebenfalls erhältlich.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Dresden. (Schlösserland Sachsen)
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29. Dezember 2009 um 12:03 Uhr
Haben Sie auch am 01.01.2010 geöffnet.
m.f.G.
Wagner
13. Januar 2010 um 12:09 Uhr
wann ist die Ausstellung das nächste mal zu sehen
5. Februar 2010 um 4:05 Uhr
Es gibt immer mal wieder mehr oder weniger gelungene Repliken – etwa in Tschechien der Kostüme aus der Fernsehserie Die Märchenbraut, in Deutschland auf dem Schloss Moritzburg wiederum Repliken direkt aus dem Aschenbrödel – und die Menschen stellen häufig erst vor Ort fest, dass es sich eben doch nur um Nachahmungen handelt. Aber die Kleider des tschechischen Kostümbildners Theodor Pištěk, in denen die große Libuše Šafránková alias Aschenbrödel auf einem Pferd durch die Landschaft jagte, gibt es wirklich nur einmal.
aschenbroedel.eu/