21. September 2009, Sachsen-Anhalt

Toleranz und Glaube auf dem „Nathanpfad“ im Harz

Theaterpremiere und pädagogisches Angebot des Nordharzer Städtebundtheaters Quedlinburg. Der Wunsch nach Toleranz unter den Religionen ist mindestens so alt, wie die Kriege in Gottes Namen. Ephraim Lessing hat bereits 1779 in seinem Stück „Nathan der Weise“ die Toleranzidee thematisiert. In einer neuen Zusammenstellung feiert das auch heute aktuelle Werk am 10. Oktober im Theater Quedlinburg Premiere. Vorab gewährt eine Talkrunde mit Regisseuren, Bühnenbildnern und Künstlern am 4. Oktober im Klopstockhaus Einblicke in die aktuelle Inszenierung.

In dem sowohl tragischen als auch komischen Stück wird durch unterschiedliche Verflechtungen die Verwandtschaft der drei großen Religionen, des Christen- und Judentums sowie des Islams, aufgezeigt. Die Gleichberechtigung dieser wird durch Gleichnisse und Parallelen bestärkt. Trotz des versöhnlichen Ausgangs ist es aber weder eine Komödie noch eine Tragödie. Im Mittelpunkt der Handlungen steht die Frage nach der „wahren“ Religion.

Die zeitlosen Fragen nach Glauben und Toleranz werden somit auch vom Nordharzer Städtebundtheater aufgegriffen. Neben dem Stück, was noch bis Ende April 2010 an verschiedenen Orten aufgeführt wird, wird ein umfangreiches theaterpädagogische Programm angeboten. Unter dem Motto „Der Nathanpfad“ werden szenische Spiele sowie Führungen im Gleimhaus oder in der Moses Mendelssohn Akademie in Halberstadt durchgeführt und gemeinsame Projekttage angeboten.

Anfragen für Schülergruppen nimmt die Theaterpädagogin Anja Grasmeier unter der Rufnummer 03941 696543 entgegen. Zu den Vorstellungsterminen sind Informationen im Internet unter www.nordharzer-staedtebundtheater.de oder unter der Rufnummer 03941 696549 erhältlich. (Harzer Verkehrsverband)



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