22. Oktober 2009, Fußball

Schadstoffe in Kindertrikots von Mainz und Frankfurt

Die Spiele der Fußball-Bundesliga sind längst ein Familienereignis: Väter, Mütter, Kinder feiern in der Fankurve. Wer ein echter Fan ist, besitzt meist auch ein Trikot seiner Lieblingsmannschaft. Doch das hat seinen Preis: Zwischen 55 und 80 Euro kostet ein Bundesliga-Shirt. Die Stiftung Warentest hat für die November-Ausgabe der Zeitschrift test die Kinder-Trikots aller 18 Erstligavereine untersucht. Nicht immer konnte die Qualität überzeugen, in den Trikots von Frankfurt und Mainz fanden die Tester sogar Weichmacher. Sie können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Mehr als die Hälfte aller Vereine wird von adidas und Nike beliefert. Die Trikots bestehen fast durchgängig aus Polyester und werden überwiegend in Niedriglohnländern gefertigt. Unterschiede gab es vor allem im Waschtest: So zeigten acht Trikots bereits nach nur zwanzig Wäschen stärkere Verschleißerscheinungen. Beim SC Freiburg verklebten die Buchstaben, bei Schalke warf der Sponsorenaufdruck Blasen. Bei einigen Trikots sahen Rückennummern und Spielernamen reichlich angegriffen aus. Die Fanshirts von Mönchengladbach und Stuttgart überstanden die Wäsche zwar ohne größere Schäden, waren aber unsauber vernäht.

„Mangelhaft“ fiel das Ergebnis für die Trikots von Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05 aus: Ihre Sponsorendrucke enthalten bestimmte Phthalate, also Weichmacher. Für Spielzeug sind diese Stoffe in der Europäischen Union verboten. Die Stiftung Warentest findet, dass dies auch für Kindertrikots gelten sollte. (Stiftung Warentest)



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