28. Oktober 2009, Sachsen-Anhalt

Neues Abkommen zwischen Bundesregierung und Unesco

Das UNESCO-Welterbezentrum und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt setzen sich ab sofort mit einem Partnerschaftsabkommen noch stärker für den Schutz des Welterbes ein. Der Vertrag sieht vor, Kultur- und Naturerbestätten gemeinsam zu bewahren. Neben Projekten in Deutschland konzentriert sich die Zusammenarbeit auch auf Welterbestätten in Osteuropa. Die UNESCO und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt kooperieren seit 1993 zusammen.
Die Deutsche UNESCO-Kommission begrüßt das Vorhaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der UNESCO, sich künftig noch stärker gemeinsam für den Schutz des Welterbes einzusetzen. „Wir sehen darin einen wichtigen Beitrag, Qualität und Bestand der Welterbestätten in Deutschland zu sichern. Die Folgen des Klimawandels bedrohen bereits zunehmend das Kultur- und Naturerbe“, sagte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. „Neue Antworten sind auf diese Herausforderungen gefragt.“

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist für die Deutsche UNESCO-Kommission ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, das Welterbe in Deutschland nachhaltig zu bewahren. Welterbestätten, wie die Gartenanlagen der Dessau-Wörlitzer-Kulturlandschaft, die historische Altstadt von Lübeck oder der Kölner Dom wurden in der Vergangenheit bereits unterstützt. Um den historischen Fürst-Pückler-Park von Bad Muskau instand zu halten, erarbeitete die Stiftung eine Reihe von Modellmaßnahmen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt engagiert sich auch international gemeinsam mit der UNESCO für den Schutz der Welterbestätten. In Zusammenarbeit mit dem Bellagio Forum für nachhaltige Entwicklung, einem Zusammenschluss führender Umweltstiftungen aus Europa und Nordamerika, wurde eine modellhafte Ausbildung konzipiert. Die erarbeiteten Richtlinien zeigen, wie sich UNESCO-Welterbestätten in Qualität und Bestand bewahren und verwalten lassen. Das Vorhaben steht kurz vor seinem Abschluss.

Das UNESCO-Welterbezentrum hat bereits 2007 eine Studie über die Folgen des Klimawandels veröffentlicht: Nicht nur Naturdenkmäler sind gefährdet, auch die Artenvielfalt, archäologische Fundstätten und historische Bauwerke sind bedroht. Durch Überschwemmungen, Wüstenbildung und Temperaturanstieg können zudem noch nicht ausgegrabene Teile der Welterbestätten Schaden nehmen. (Unesco)



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