30. Oktober 2009, Hessen

Deutsche Welterbestätten: Tagung in Darmstadt-Dieburg

Die Tagung der deutschen UNESCO-Welterbestätten findet in diesem Jahr am 4. und 5. November in Darmstadt-Dieburg statt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung steht die Bedeutung des Welterbetitels für die regionale Entwicklung. Vertreter der deutschen Welterbestätten und Experten aus Politik, Denkmalpflege und Tourismus diskutieren unter anderem über den Einfluss von lokalem Kultur- und Tourismusmarketing auf die Bekanntheit von Welterbestätten.

Die hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, eröffnet die Tagung mit einer Festrede zum Thema „Die UNESCO-Welterbekonvention im föderalen System der Bundesrepublik – Heute und Morgen“. Schirmherr ist der Hessische Ministerpräsidenten Roland Koch. Veranstalter sind der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. und die Deutsche UNESCO-Kommission.

Wie jedes Jahr ist eine deutsche UNESCO-Welterbestätte Gastgeber – diesmal die Grube Messel bei Darmstadt. Sie wurde im Dezember 1995 als erste deutsche Naturstätte in die Welterbeliste aufgenommen. Die Fossillagerstätte dokumentiert die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 49 Millionen Jahren und die frühe Evolution der Säugetiere. Zu den spektakulären Fossilienfunden gehören 30 vollständig erhaltene Skelette von Urpferden.

Auf der Welterbeliste stehen mittlerweile 890 Stätten in 148 Ländern. Deutschland ist mit 33 Stätten auf der Liste vertreten, darunter der Kölner Dom, das Wattenmeer und die Altstadt von Bamberg. Die UNESCO-Welterbekonvention schützt Kultur- und Naturstätten von außergewöhnlichem universellem Wert als Erbe der Menschheit. 186 Staaten haben das „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ seit 1972 unterzeichnet.

Weitere Informationen und das Programm der Tagung finden Sie unter www.unesco-welterbe.de/de/index.html. (UNESCO)



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