16. November 2009, Brandenburg

„Helden auf Zeit“ auf der Burg Beeskow

Porträts von Walter Ulbricht, Ernst Busch, Johannes R. Becher und Hanns Eisler gehören zur neuen Ausstellung „Helden auf Zeit“ auf der Burg Beeskow. Dafür wurden im benachbarten DDR-Kunstarchiv insgesamt 44 Gemälde und Kleinplastiken ausgesucht und für die Schau restauriert. In diesem öffentlich nicht zugänglichen Depot lagern rund 23 000 Bilder, Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien, Plastiken, Medaillen und andere Kunstwerke, die einst für die ostdeutschen Parteien, Massenorganisationen, Betriebe und Kulturhäuser entstanden waren. Regelmäßig widmen sich Sonderausstellungen einem speziellen Thema.

Diesmal stehen Porträts von Menschen im Mittelpunkt, die einer bestimmten Zeitepoche zu Helden erklärt wurden. Die Arbeiten repräsentieren verschiedene Stilrichtungen, Generationen und Altersgruppen der DDR-Künstler aus vier Jahrzehnten. Darunter befinden sich Arbeiten von Fritz Cremer, Petra Flemming, Wieland Förster, Ulla Gottschalk-Walter, Waldemar Grzimek und Walter Womacka. Sie porträtierten nicht nur Politiker und Schriftsteller, sondern auch einfache Menschen aus Betrieben, aus der Nachbarschaft und dem Ausland. Das Gemälde von Walter Ulbricht malte Wilhelm Rudolph 1966. Der 1973 verstorbene ehemalige Erste Sekretär des ZK der SED und Vorsitzende des DDR-Staatsrates wirkt darauf steif, unnahbar und zugeknöpft.

Die Ausstellung „Helden auf Zeit. Porträts aus dem Kunstarchiv Beeskow“ ist bis zum 20. Juni 2010 auf der Burg Beeskow zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab April jeweils von 10 bis 220 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erschien ein 200-seitiger Katalog.

Von Ende November bis Ende Januar werden auf der Burg außerdem die Ausstellung über Adventskalender in der DDR sowie bis Mitte Januar die Schau „Wendebilder“ mit Kunst aus den Jahren 1989 und 1990 gezeigt.

Weitere Informationen unter www.burg-beeskow.de und www.reiseland-brandenburg.de. (Tourismus-Marketing Brandenburg)



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