18. November 2009, Kroatien

Winzerkultur an der Weinstraße von Daruvar

Gute Weinkenner wissen, dass die Gegend um Daruvar für ihre vortrefflichen Weinrebesorten und die guten Weine bekannt ist. Die Weinrebezüchtung hat hier eine hundertjährige Tradition und damit auch eine reichhaltige Vergangenheit, weil die zahmen Bergabhänge von Papuk ideale Bedingungen für den Weinanbau bieten. Das wussten auch die Gründer von Daruvar – Iassen, welche schon die Schriftsteller der Antike als gute Winzer erwähnten. Die Römer nutzten nicht nur die thermalen Quellen sondern genossen auch die Weinsorten, wovon auch ein aus dem Jahr 1789 stammender Weinbecher aus Glas zeugt – Kaiserbecher, der bekannte „Vas diatrtum Daruvarense“.

Im Mittelalter pflegten zwei Benediktiner Abteien die Weinrebezucht und die Ankunft der Türken bedeutete das Verbot der Herstellung und Konsumierung des Weins. Ihr Weggang und das Kommen der Grafenfamilie Janković in die Gegend von Daruvar führte zur Erneuerung der Weinrebezüchtigung und der Weinanbau blühte nun auf. Es ist interessant, dass in den jahrhundertealten Eichenfässern der Grafenfamilie der Wein 1990 zum letzten Mal fermentierte und der Grafenweinkeller im Stadtzentrum wurde 1995 renoviert und zu einer repräsentativen Vinothek umgestaltet, in der man ausgesuchte Weine probieren kann. In diesem historischen Raum werden erstklassige Weine aufbewahrt – Riesling, Rheinriesling, Sauvignon, Chardonnay – und diese kann jeder Weinliebhaber in der repräsentativen Propierstube kosten.

Die Weinstraße erstreckt sich entlang der langen Weingegendstrecke mit eingerichteten Winzerhäuschen, in denen man Wein probieren und alles über seine Herstellung erfahren kann. Die Straße ist fast 12 km lang und ihre Besonderheit ist, dass sie beinahe im Stadtzentrum anfängt. Sie führt durch Weinberge und Wälder und führt zur Bergspitze Petrov vrh, welche sich auf 615 m Höhe befindet und wo auch die Weinstraße endet. An der Spitze befindet sich eine Schutzhütte und eine Skipiste mit Skilift. (KZT)



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