26. November 2009, Leichtathletik

Nachträgliche Anerkennung des Hochsprungrekords von 1936

Beim 45. Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Berlin hat der DLV-Verbandsrat beschlossen, die Leistung von 1,60 Meter der Hochspringerin Gretel Bergmann aus dem Jahre 1936, mit der sie den damaligen bestehenden Rekord eingestellt hatte, als deutschen Rekord anzuerkennen.

Die nationalsozialistische Sportführung hatte ihr die Anerkennung des Rekords und die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Berlin versagt, weil sie Jüdin war. Die 95-Jährige lebt seit 1937 mit ihrem 99-jährigen Mann in den USA.

„Wir wissen, dass dies keine Wiedergutmachung sein kann. Aber es ist ein Akt der Gerechtigkeit und eine symbolische Geste des Respekts vor Gretel Bergmann“, meinte der Ehrenpräsident des DLV, Theo Rous.

Verbunden mit einer Grußadresse will der DLV diese Entscheidung Gretel Bergmann mitteilen. Zuvor hatte das DLV-Präsidium in einem Brief an die Deutsche Sporthilfe die Aufnahme von Gretel Bergmann in die „Hall of Fame“ des Deutschen Sports angeregt. (Deutscher Leichtathletik-Verband)



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