1. Dezember 2009, Mecklenburg-Vorpommern

Tourismus wichtigster Imageträger in Mecklenburg-Vorpommern

20 Jahre nach der Grenzöffnung ist die Tourismusmarke Mecklenburg-Vorpommern nach Ansicht des Tourismusverbandes deutschlandweit gut etabliert: „Der Tourismus ist der bedeutendste Image-Träger des Landes. Über die Urlaubsangebote werden viele Menschen erstmalig auf den Nordosten aufmerksam“, sagte Verbandspräsident Mathias Löttge beim 19. Tourismustag Mecklenburg-Vorpommern. Bei dem als Leitziel der Tourismusentwicklung formulierten Aufbau einer Tourismusmarke sei das Land in den vergangenen Jahren gut voran gekommen.

Führende Untersuchungen zeigen die gestiegene Akzeptanz der Tourismusmarke Mecklenburg-Vorpommern: So hat beispielsweise die Fachhochschule Westküste mit der Studie „Destination Brand 09″, die die Markenstärke deutscher Urlaubsziele aufzeigt, ermittelt, dass die Ostsee bundesweit die höchste Markensympathie genießt und die Insel Rügen als Einzelmarke einen hervorragenden neunten Platz belegt. In der Besuchsbereitschaft für einen längeren Aufenthalt liegt die Ostsee auf Platz eins vor Bayern, der Nordsee und dem Bodensee; auch die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommern, Rügen und die Mecklenburgische Seenplatte finden sich in dieser Kategorie unter den ersten Zehn wieder. Wie gut eine Marke platziert ist, lässt sich auch an den Reiseabsichten und -gewohnheiten ablesen: Laut der Reiseanalyse 2009 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen können sich in den kommenden drei Jahren 17,6 Millionen Deutsche, das sind immerhin 27 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen. „Dass sich infolge einer aktuellen ADAC-Auswertung von zwei Millionen Routenanfragen die Ostsee und die Seenplatte als Reiseziel gemeinsam gegen Istrien, Oberbayern, Schleswig-Holstein und Südtirol durchgesetzt haben, ist ein weiterer Beleg für die Akzeptanz der Tourismusmarke Mecklenburg-Vorpommern“, ergänzte Mathias Löttge. Neben der Landesmarke hätten die Regionen Rügen, Usedom, Fischland-Darß-Zingst, Mecklenburgische Seenplatte sowie die Städte Greifswald, Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar das Potenzial, um als Einzelmarken zu bestehen.

Der Verbandspräsident wies darauf hin, dass unter einer Marke deutlich mehr als ein wiedererkennbarer Slogan oder ein Logo zu verstehen ist. „Diese Dinge sind nur die Spitze des Eisbergs – eine Marke ist viel umfassender zu betrachten und bezieht die Gestaltung von Produkten, das Verhalten der Menschen hinter der Marke und, vor allem im Tourismus, das Erlebnis der Marke mit ein.“ Damit eine Tourismusmarke positiv besetzt bleibe, sei ausdauernde und qualifizierte Arbeit nötig. „Die Qualität muss zu allen Zeiten stimmen, wenn wir die mit der Tourismusmarke abgegebenen Versprechen halten wollen“, erläuterte Löttge.

Um die Marke künftig weiter zu stärken, müssten nach Meinung des Verbandspräsidenten verbindende Markenelemente fest definiert und auf allen touristischen Ebenen angewendet werden. „Wir streben die Ausschreibung eines Kommunikationskonzeptes zur stärkeren nationalen und internationalen Positionierung des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2010 an“, erklärte Mathias Löttge. Der Tourismusverband werde sich daher dafür einsetzen, dass es einer der ersten Schritte der Umsetzung der in Kürze erscheinenden neuen Landestourismuskonzeption sein wird, ein solches Markenkonzept zu erstellen. Ein parallel entstehendes Markenhandbuch soll – so sehen es die Planungen des Verbandes vor – das Markenbild bis in die kleinsten Strukturen hinein verständlich machen. „Der Zeitpunkt für ein Markenkonzept ist gut gewählt – nach Jahren des extensiven Wachstums kann und muss die qualitative Ausrichtung zunehmend an Bedeutung gewinnen“, erklärte Mathias Löttge abschließend. (Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen

Themen: ,





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: