11. Dezember 2009, Peru

Neue Ausgrabungsstätten in Machu Picchu zugänglich

Mitarbeiter des Archäologischen Parks Machu Picchu in Peru haben vor drei Jahren während Forschungsarbeiten im östlichen Sektor der Inkastadt vier Quellen eines Wasserkultes gefunden. Nun sind diese auch für die Besucher zugänglich. Das teilt das Nationale Peruanische Kulturinstitut (INC) in Cusco mit.

Die Steine, die die Hauptquelle einfassen, sind mit Einkerbungen versehen, so Piedad Champi, leitender Archäologe dieser Forschungen. Die zweite Quelle sei kleiner, sie besitze seitliche Platten und eine Mauer aus einem einzigen Stein mit kleinen, gekerbten Steinelementen. Die beiden anderen Quellen seien ähnlich aufgebaut, allerdings mit einem rechtwinkligen System zur Wasserverteilung, um die Wassergeschwindigkeit zu dämpfen. Alle vier Quellen stehen im Zusammenhang mit religiösen Wasserkulten, da in der Weltsicht der Inkas das Wasser für das männliche Prinzip steht, während Pachamama (die Erdmutter) das Weibliche symbolisiert.

Außerdem wurden Höhlen, die als Gräber benutzt wurden, geschnitzte Mauern, Terrassen und kurvige Straßen der Inka-Zeit nun ins touristische Zentrum des archäologischen Komplexes von Machu Picchu integriert. Dadurch vergrößert sich der für Touristen zugängliche Bereich deutlich – die Zahl der erlaubten täglichen Besucher (2.500) jedoch nicht. Das bedeutet, dass die Besucherdichte sinkt.

Die neuen Ausstellungsbereiche werden nach drei Jahren intensiver Forschungsarbeit zugänglich. Mitarbeitern des Instituto Nacional de Cultura (INC) in Cusco hatten die Funde sorgfältig und gründlich untersucht. Insgesamt gibt es jetzt fünf neue archäologische Ausgrabungsbereiche im unteren und im östlichen Teil des Berges. (PromPerú)



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