14. Januar 2010, Leipzig

Theater-Premiere: Medea – nach Euripides

Medea ist die Tragödie eines Menschen, der als ganzer Mensch in Ruhm und Ehre leben will. Dieser Mensch fordert sein Menschenrecht ein. Um dieses aufrecht zu halten, begeht er einen kalt kalkulierten politischen Akt. Medea ist ein strategischer Politiker. darum ist Medeas Mord an den Kindern keine emotionale Tat. Sie hat nur kein Gebiet mehr, auf dem sie sich bewegen kann. Sie ist raus aus ihrer politischen Wirkung, sie ist keine Königin mehr. Sie ist nurmehr die Frau von diesem Mann Jason, was anderes ist sie nicht mehr. Und sie wird ja auch nurmehr als Ehefrau behandelt und als Ehefrau verstoßen. Dagegen handelt sie, indem sie der Dynastie, die geplant wird, die Nachkommen abschneidet.

Premiere am 16.1.2010. Veranstalter: Centraltheater Leipzig, Bosestraße 1, 04109 Leipzig, Tel. +49 (0)341 1268-168, Fax +49 (0)341 1268-169, besucherservice@schauspiel-leipzig.de. (Leipzig Tourismus und Marketing GmbH)



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