30. Januar 2010, St. Moritz

Tipps bei Lawinengefahr

Die einen schwärmen von den 350 perfekt präparierten Pistenkilometer, mit denen die Region Engadin St. Moritz aufwarten kann. Die anderen lieben genau die Hänge, die nicht für den Skibetrieb aufbereitet werden. Sie wollen im unberührten Tiefschnee ihre Spuren hinterlassen. Die Skigebiete Diavolezza/Lagalb und Corvatsch, die beide nur wenige Minuten vom Schweizer Hotspot St. Moritz entfernt liegen, bieten ideale Bedingungen für Freerider. Da das Fahren abseits der markierten Pisten nicht ganz risikolos ist, gibt es im „Alpine Safety Center“ wichtige Tipps, wie man Lawinengefahr erkennt und man im Falle eines Lawinenniedergangs Verschüttete finden kann.

Das beliebte Pisten- und Freeride-Gebiet Diavolezza/Lagalb fasziniert und lässt kaum Wünsche offen. Neben zahlreichen präparierten Pisten, gibt es auch die Möglichkeit, beim Freeriden das stille Weiss zwischen Felswänden und dem sagenhaften Panorama des Bernina-Massivs zu geniessen. Eine der schönsten Touren für geübte Fahrer ist die Abfahrt von der Diavolezza hinab ins Val Arlas – vorbei am Piz Trovat und Sass Queder. Da der halbkreisförmige Talkessel sowohl eine Ost-, als auch eine Nord- und Westexposition aufweist, gibt es in jeder Jahreszeit und bei jedem Sonnenstand eine passende Linie. Die Schwünge führen bis zur Alp Bondo Sur, von wo aus die Langlaufloipe den Weg zum Verbindungslift Lagalb weist.

Fast schon ein „Muss“ für jeden Freerider ist die „Frühlingsabfahrt“ von Lagalb (2’893 m ü. M.) hinab nach La Rösa (1’965 m ü. M.), die befahrbar ist, wenn gegen Ende des Winters die Unterlage firnt. Es geht über die Südosthänge der Lagalb in Richtung italienisches Veltin. Der Blick reicht bis in die schon grüne Ebene des Val Poschiavo, bevor die langen Hänge und steilen Couloirs der Motta Bianca warten. Eine Bus-Rückfahrt (ab Zollhaus Livogno) kann für CHF 8,- (ca. € 5,30) pro Person bzw. CHF 90,- (ca. € 60) pro Bus an der Lagalb-Talstation buchbar.

Damit das Fahren abseits der markierten Pisten auf der Diavolezza und Lagalb nicht zur weissen Sackgasse wird, bereitet die Bergbahnen ENGADIN St. Moritz AG Freerider im „Alpine Safety Center“ auf das „grosse Abenteuer“ vor. Nur rund 300 Meter von der Bergstation Diavolezza entfernt, können Wintersportler anhand von praxisnah simulierten Situationen erlernen, wie man lawinenkritische Situationen erkennt und wie man sich im Falle eines Unfalls verhält. Der Clou ist ein eigens präpariertes Sondierfeld, wo mehrere Personenattrappen im Schnee vergraben sind und mit Hilfe von Suchgeräten gefunden werden müssen. Wenn das Gerät piept, ist die Aufregung bei den Suchenden gross, auch wenn es sich um einen blossen „Testfall“ handelt. Dann geht es ans Buddeln, was schnell, aber dennoch vorsichtig vonstatten gehen muss. An einer der Puppen können sogar Beatmungs- und Herzmassagen durchgeführt werden. Auf Nummer Sicher gehen Freerider, die eine Tourenbegleitung bei den routinierten Profis von „Go Vertical“.

Auch im Skigebiet Corvatsch kommen Freerider auf ihre Kosten, allerdings haben es die dortigen Varianten-Pisten in sich und sollten daher nur von äusserst erfahrenen Skifahrern genutzt werden. Zudem empfiehlt die Corvatsch AG, einen Skilehrer oder Bergführer zu Rate zu ziehen. Übrigens: Wer den Profis der Szene einmal zuschauen möchte, sollte zwischen dem 6. und 11. Februar 2010 zum Corvatsch kommen. Im Rahmen des Festivals „Stimorol Engadinsnow“ fahren dann die besten Freeskier und Snowboarder der Welt die bis zu
60 Grad steile Nordwand hinunter.

Weitere Informationen über das „Abenteuer Freeriden“ gibt es im Internet unter www.engadin.stmoritz.ch und www.corvatsch.ch. (Bergbahnen ENGADIN St. Moritz)

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