1. Februar 2010, Multimedia

Interview: Tenter über ultra-mobile, ipad und Co.

Die Loerke Kommunikations GmbH sprach mit Hans-Wolfram Tenter, seit 2003 Geschäftsführer der Langenscheidt-Tochter Hexaglot, über neue Trendprodukten wie dem iPad.
1. E-books, Sprachencomputer, Scan-Stifte – Ihr Unternehmen Hexaglot ist seit über 20 Jahren technischer Vorreiter bei linguististischen Systemen. Folgen Sie auch privat dem technischen Hype und stehen jetzt in der Schlange, wenn das iPad verkauft wird?

Wer das Sortiment von Hexaglot überblickt, wird sehr unterschiedliche Produkte finden, die sich sowohl in der technischen Ausprägung als auch in der Art der ihrer Nutzung unterscheiden. Im Laufe der Jahre verändern sich unsere Geräte durch die Anwendung neuer, technischer Möglichkeiten. Allerdings bleiben immer gewisse Grundbestandteile in ihrer Funktionalität erhalten, wie ein Hammer nicht zum Schraubenschlüssel mutiert, weil man mit einem Werkzeug alles erledigen könnte. Moderne Entwicklung sollte sich immer an Aufgaben und Zwecken ausrichten, wie es auch für die Entwickler des iPad garantiert der Fall gewesen ist. Natürlich habe ich ein berufliches Interesse, neue Entwicklungen wie das iPad zu testen und deren Alltagstauglichkeit für Anwendungen zu überprüfen, weil wir  auch von technischen Trends lernen und betroffen sind. Ich bin selbst Benutzer einiger Geräte von Apple, weil mich die intuitive Bedieneroberfläche für viele Anwendungen begeistert und die grafische Oberfläche in vielen Fällen den Nerv des Verbrauchers trifft. Der Verbraucher wird, abhängig von der Aufgabenstellung zu entscheiden haben, ob er, z.B. zum Lesen eines schwarz/weißen Textes, ein Gerät mit einem tollen Farbdisplay benutzen und bezahlen will, oder ob ein iPad, mit seiner Dimension, auch sein Mobiltelefon ersetzen soll und kann. Ich selbst verspüre derzeit noch keine Neigung dazu, sofort loszulaufen, um mir als Privatperson ein iPad zu kaufen.

2. All in one, ultra-mobile-pc, slate und pad… Die Nachfrage nach dem Susi-sorglos-Gerät ist groß und das Angebot steigt. Wie schaffen Sie es, mit Ihren Applikationen auf all diesen Geräten zu landen?

All in one ist besonders im Bereich der elektronischen Geräte ein oft formulierter Wunsch. Wenn man aber genauer hinschaut, wie ein durchschnittlicher Haushalt heute mit Elektronik ausgestattet ist, wird man schnell feststellen, dass immer noch der Verwendungszweck eines Gerätes die jeweilige Ausprägung bestimmt. Das ist auch bei Apple nicht anders, sonst würde es nur ein einziges Produkt geben, mit dem alles erledigt werden kann. Filme auf einem iPod zu speichern und so mobil benutzen zu können, ist komfortabel und modern – der Anschluss an ein Fernsehgerät macht in den meisten Fällen daraus aber erst das gewünschte Seherlebnis, welches bei der mobilen Benutzung den Kompromiss, ein kleineres Display zu akzeptieren, erfordert. Wir haben bereits realisiert, die von uns erwartete Produktleistung auch auf anderen Plattformen bereitzustellen, wobei uns die Benutzbarkeit auf den verschiedenen Endgeräten immer neue Aufgaben stellt. Unser Kunde hat bereits heute die Wahl, Wörterbuchinhalte sowohl auf Hexaglot-Hardware als auch auf anderen, nicht von uns hergestellten Endgeräten benutzen zu können. Diesem Trend werden wir weiter folgen, allerdings unter Beachtung der für uns und unsere Kunden relevanten, auch wirtschaftlichen Parameter. (Loerke Kommunikation)



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