5. Februar 2010, Bayern, Österreich

Tödliche Lawinenabgänge in den Alpen

Seit Tagen warnen Experten vor erhöhter Lawinengefahr in den Alpen. Allein am gestrigen Donnerstag kosteten die Abgänge von Schneebrettern fünf Menschen in den Alpen das Leben. Zu den Opfern gehörten auch eine Tourengeherin aus Bayern und ein 22-jähriger Snowboarder aus Baden-Württemberg.

Die deutsche Frau war mit ihrem Begleiter auf einer Tour zum 2244 Meter hohen Sonntagsköpfli im Zillertal, eine Strecke, die weder als besonders anspruchsvoll, noch als stark lawinengefährdet gilt. Ein großes Schneebrett löste sich dennoch, riss die beiden Alpinisten mit sich und verschüttete sie. Während sich der Mann nach Stunden aus dem Schnee befreien konnte und mit dem Mobiltelefon Hilfe herbei rief, kam für die Tourengeherin jede Rettung zu spät.

600 Meter weit wurde ein 22-jähriger Snowboardfahrer aus Baden-Württemberg von einer Lawine im Kleinwalsertal mitgeschleift. Der junge Wintersportler verstarb nach seiner Bergung in einem Krankenhaus. In Rutschen geratene Schneemassen wurden ebenfalls zwei Snowboardern in der Nähe von Salzburg zum Verhängnis. Die Jugendlichen waren abseits der Piste unterwegs, als sie von einer Lawine erfasst wurden und unter der Schneedecke erstickten.

Auch in Deutschland starb ein britischer Soldat aufgrund einer Lawine. Der Mann war in der Nähe von Oberstorf unterwegs und galt als erfahrener Skifahrer. Während seine zwei Begleiter von Rettungskräften geborgen wurden, konnte der Soldat unter dem Schneebrett nicht schnell genug gefunden werden. (RNO)



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