6. Februar 2010, Reisebroschüren

Führer über die ostbayerische Glasstraße

Der Wald ist das alles überspannende Element, doch Ostbayerns Herz ist aus Glas: Von Neustadt an der Waldnaab bis nach Passau zieht sich die ostbayerische Glasstraße quer durch den Bayerischen und Oberpfälzer Wald. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich Glasgalerien und Glashütten, Glaskunstwerke und Glasmuseen aneinander. Das Handwerk hat hier Jahrhunderte lange Tradition und auch im 21. Jahrhundert nichts an Faszination verloren. Im neuen Glasstraßenjournal 2010 präsentiert sich die Ferienstraße in ihrer ganzen Vielfalt, mit ihren Besonderheiten und vielen Veranstaltungen.

Inmitten des Bayerischen Waldes, hoch über Zwiesel und direkt an der Glasstraße, liegt das erste und einzige „Glashotels“ Deutschlands, ein kleines Idyll mit 25 Zimmern für 48 Gäste. Bekannt geworden ist es für sein „Gläsernes Festmenü“, ein kulinarischer Vier-Gänge-Traum, bei dem die neuen Kreationen der nahen Glashütten vorgestellt werden.

Edle Gläser, feine Glasteller und –schälchen sowie wechselnde Ausstellungen von bekannten Glaskünstlern zollen der Glasstraße auch in vielen anderen Häusern ihren augenfälligen Tribut. Glas in freier Natur erleben kann man im Glasgarten von Karl Schmid in Lindberg. Flachglasverschmolzene Figuren, stilisierte Blüten und Tiere aller Art machen die Außenanlagen seiner Glasbläserei zu einer Art Pinakothek im Freien. Dass die Glasstraße nicht nur eine kommerzielle, sondern vor allem eine kunstvolle Ferienstraße ist, zeigt sich auch in den Kristallgärten von Joska in Bodenmais, im Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck oder in der Gläsernen Tierwelt von Andreas Fuchs in Drachselsried.

Eine Kathedrale für Mythen und Geschichten ist die Gläserne Scheune von Glaskünstler Rudolf Schmid in Viechtach. Auf großen Glaswänden sind über 200 Quadratmeter bemalte Glasfläche zu bewundern, die die Legende des Weissagers Mühlhiasl wiedergibt. Schmids zweites großes Gesamtkunstwerk ist der Gläserne Wald in Regen. 30 bis zu sieben Meter hohe Bäume aus zehn Millimeter dickem Glas stehen auf einer Anhöhe. Glas als Symbolträger – das gilt auch für die „Glasarche“ in Zwiesel oder den „Leuchtturm der Menschlichkeit“ auf dem Gipfel des Tannriegels bei Gibacht.

Daneben steht der faszinierende Werkstoff im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen, angefangen bei den Glas-Kunst-Orten Weiden bis hin zu den Zwieseler Glasnächten im August und September 2010. Zu einer Rundreise durch die Kulturgeschichte des Glases laden Glasmuseen wie in Frauenau oder Passau ein. Und wer sich selbst einmal im Glasblasen versuchen möchte, hat dazu in vielen Glashütten Gelegenheit.

Kostenlos erhältlich ist das neue Glasstraßenjournal beim Tourismusverband Ostbayern, Luitpoldstraße 20, 93047 Regensburg, Tel. 0941/58539-0, Fax 0941/58539-39, info@ostbayern-tourismus.de, www.ostbayern-tourismus.de. (TV Ostbayern)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: