30.08.2010 13:24 Uhr

08.02.2010 | Kroatien

Krapje: ein Dorf mit Bauerbe

In Lonsjko polje, eines der größten natürlichen Sumpfgebiete in diesem Teil Europas, das eine reiche Flora und Fauna hat, verbirgt sich eine Perle des Bauerbes – das In Lonsjko polje, eines der größten natürlichen Sumpfgebiete in diesem Teil Europas, das eine reiche Flora und Fauna hat, verbirgt sich eine Perle des Bauerbes – das Posaviner Dorf Krapje. Es liegt an der linken Save-Küste, ganz in der Nähe von Jasenovac, und bietet Liebhabern des historischen Erbes die unerschöpfliche Möglichkeit des Genusses in der traditionellen Architektur, die für Zentralposavina typisch ist und weshalb es im September 1995 zum Dorf des Bauerbes ernannt wurde.Das Dorf schmückte sich damals mit der der Auszeichnung eines europäischen Denkmals des Kulturerbes der A-Kategorie.

Krapje liegt in einem ausgesprochen reichen Jagd- und Angelgebiet, woher auch sein Name stammt („Krap“ ist eine kroatische Bezeichnung für den Karpfen), eingerahmt von der Save und einer Reihe an Häusern, die teilweise zwei Jahrhunderte alt ist, es wird die Besucher durch das malerische Aussehen und die ausgesprochen bewahrte Ökologie verzaubern, da es in der näheren Umgebung keine Industrie und größere Verkehrsstrecken gibt. Die traditionellen Häuser der Posavina, die in horizontaler Aufstellung aus mit Holzbalken miteinander verbundenen Eichenbaumplanken gebaut wurden, stellen den Höhepunkt der kroatischen ländlichen Holzbaukunst dar. Wegen der Überschwemmungsgefahr wurden die Häuser ursprünglich auf Holz- oder Steinpfählen gebaut, die später durch Fundamente aus Backstein ersetzt wurden. Auch die ursprünglichen Dächer aus Stroh, Binse und Roggenstroh oder aus Brettern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Ziegel ausgetauscht wurden.

Das Malerische der Häuser wird durch überdachte Außentreppen, antike Treppenhäuser, kleine Schutzdächer und reich verzierte Details in den Zäunen und Pfosten hervorgehoben sowie durch geschnitzte Fensterrahmen und Längspfosten und durch Zäune und Pfosten der Ein- und Zweietagenhäuser. Die Holzhäuser stehen meist mit der Vorderseite in Richtung Straße, während in den Höfen die Wirtschaftsgebäude für verschiedenste Zwecke stehen – Ställe, Scheunen, Räucherkammern, Lager, Schweineställe, Körbe für die Maislagerung, Hühnerställe etc. Die lokalen Einwohner haben die touristischen Möglichkeiten dieses Örtchens erkannt, indem sie Ausflüglern Entspannung und Genuss in ihrer Rarität und einheimischer Kultur als Tourismusattraktion anbieten. Darunter zählt auch die Familie Palaić, in deren Bauernwirtschaft sich das Heimatmuseum befindet, ein Ethnohaus aus dem Jahre 1912 mit bewahrter ursprünglicher Form und ursprünglichen traditionellen Gegenständen.

Am Dorfeingang steht ein Informations- und Bildungszentrum, in dem die Mitarbeiter des Naturparks zahlreichen Besuchern neben dem Kulturerbe die sehr wertvolle Geschichte dieser Gegend näher bringen.
Genießen Sie die uralten Häuser, die einen angenehmen und gesunden Aufenthalt bieten, denn das Kennenlernen des Folklore und der traditionellen Baukunst der Posavina ist nicht alles, was Krapje zu bieten hat.
Ganz in der Nähe des Dorfes liegt ein uralter Nebenfluss der Save, der sog. Krapje-đol, der 1963 zum ersten kroatischen ornithologischen Reservat ernannt wurde, bekannt als Lebensraum für bedrohte Sumpfvögel, wie beispielsweise der Löffelente und des Graureihers. (Kroatische Zentrale für Tourismus)

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