15. Februar 2010, Irland

Colum McCann erhält National Book Award der USA

Der Schriftsteller Colum McCann aus Dublin hat den hohen National Book Award der USA für seinen jüngsten Roman erhalten. Der Roman „Die große Welt“ beginnt mit einem Drahtseilakt. 1974 tanzt der Akrobat Philip Petit auf dem Stahlseil hoch über Manhattan zwischen den beiden Zwillingstürmen des World Trade Centre und berührt damit die angespannte Atmosphäre jener Zeit. Colum McCann, der aus Dublin nach Manhattan gezogen ist, wollte in seinem Roman „der Geschichte jener Menschen dort unten auf der Straße lauschen“, die das Ereignis miterlebten. Und es ist ihm dabei ein großartiges Epos gelungen, in dem sich das Seil symbolisch bis zum schicksalhaften Tag des 11. September 2001 spannt.

„Zwei Seiten meines Lebens, Irland und New York/Amerika. (…) Ich verkörpere Irland, und es scheint, dass die amerikanische Literatur für diesen Teil von mir empfänglich ist“, sagte McCann bei der Zeremonie der Preisverleihung in New York. Er widmete die hohe Auszeichnung seinem Landsmann Frank Mc Court („Die Asche meiner Mutter“), der ebenfalls nach New York gezogen war. Der Roman ist auf Deutsch beim Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg erschienen. (Tourism Ireland)



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