19. Februar 2010, Bielefeld

Bielefeld will „Stadt der Wissenschaft 2011″ werden

Ein Denklabor auf dem Jahnplatz. Workshops im Tierpark. Roboter-Forschung in der Uni. Experimentieren auf Straßen und Plätzen. Ein Wissenschaftssommer mit dem Schwerpunkt Gesundheit. Die Ideen-Liste ist lang. „Wir stecken in einer heißen Phase, aus einer Skizze ein Konzept zu entwickeln“, sagt Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH. Ins Finale des Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft 2011“ hat es Bielefeld aber bereits geschafft. Bis zum 5. März muss das komplette Konzept mit dem Titel „DenkWerkStadt Bielefeld – von Querdenkern, Querköpfen und Querulanten“ dem Deutschen Stifterverband vorliegen. Am 25. März entscheidet eine hochkarätig besetzte Jury im Deutsche Bank Forum in Berlin, wer von den drei Finalisten gewinnt. Konkurrenz bekommt Bielefeld von den Städten Mainz und Chemnitz.

Für die Entwicklung des Konzepts für „Stadt der Wissenschaft 2011“ läuft das Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH zurzeit auf Hochtouren. „Wir wollen mit der DenkWerkStadt weniger auf große Events und Hochglanz-Präsentationen setzen“, so Holtkamp. Vielmehr stünden interdisziplinäre Netzwerke aus vielen klugen Köpfen im Mittelpunkt. Bildung dürfe nicht nur aus Excellenzclustern bestehen, Bildung müsse in der Gesellschaft stattfinden. Das Jahr als Stadt der Wissenschaft soll vor allem auf Nachhaltigkeit setzen und kein kurzfristiges Feuerwerk darstellen. Menschen jeden Alters, aus allen Bildungsschichten sollen angesprochen werden.

„Die Akteure kommen aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen“, sagt Dr. Annette Klinkert, Leiterin des Wissenschaftsbüros. Physiker, Pädagogen und Archäologen sind genauso dabei wie Komponisten und Schauspieler. Sechs Hochschulen mit insgesamt 300 Wissenschaftlern beteiligen sich an der DenkWerkStadt. 19 Kulturpartner wie die Kunsthalle, das Naturkundemuseum und das Theaterlabor sind aktiv. Weitere Kooperationspartner kommen aus der Wirtschaft und von Bildungseinrichtungen. Zu den internationalen Partnern gehören Organisationen wie European Science Events Association (EUSCEA) oder Edinburgh International Science Festival.

Mit dem neuen Hochschultour-Bus fährt eine 30-köpfige Delegation aus Bielefelder Querdenkern, Netzwerkern und Wissenschaftlern nach Berlin. Auch Oberbürgermeister Pit Clausen kommt mit in die Hauptstadt, um mit vollem Elan gegen die anderen nominierten Städte Chemnitz und Mainz anzutreten. Als Stadtoberhaupt wird Clausen gemeinsam mit Universitäts-Rektor Gerhard Sagerer und Unternehmer Wolf D. Meier-Scheuven das Konzept vor der Jury präsentieren. Hans-Rudolf Holtkamp ist optimistisch, schließlich werde gegenwärtig in keiner anderen Stadt wie in Bielefeld mit dem Bau des neuen Hochschulcampus „Lange Lage“ mehr als eine Milliarde Euro in Forschung und Lehre investiert.

Als Generalprobe für den großen Auftritt nutzen die Akteure die Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins am Montag, 22. März, um 19.30 Uhr. Sie findet passend zum Thema in diesem Jahr in der großen Bielefelder Universitätshalle statt und ist öffentlich. (Bielefeld Marketing)



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