26. Februar 2010, Mecklenburg-Vorpommern

Auf Entdeckungstour im historischen Stadthiglight Friedland

Nordöstlich von Neubrandenburg liegt die Stadt Friedland, deren mittelalterliche Stadtbefestigungsanlage zu den imposantesten norddeutschen Backsteinbauten zählt. Auf dem späteren Stadtgebiet existierte eine Slawenburg, die bereits ab dem 7. Jahrhundert belegt ist. Anfänglich wurden die Befestigungsanlagen aus Holz errichtet.

Ab 1304 durfte die Stadt steinerne Tore, Wehrtürme und Mauern aufbauen. Heute umfasst die Anlage das Neubrandenburger Tor, das Anklamer Tor, den Fangelturm, die Fischerburg, 30 Wiekhäuser sowie Wälle und die Stadtmauer. Das Neubrandenburger Tor mit vier polygonen Türmen wurde als dreigeschossiger Backsteinbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet; das Anklamer Tor wurde im Zuge der Errichtung der Stadtmauer gebaut. Die Feldseite des letzteren ziert eine über der Durchfahrt angebrachte Wappentafel der mecklenburgischen Herzöge. Der Fangelturm ist ein Mauerturm aus dem 14. Jahrhundert mit einem Feldsteinschaft und einem darauf befindlichen Backsteinbau. Das Untergeschoss wurde von der Stadt als Verließ benutzt. Die Fischerburg, ein rechteckiges Backsteintorhaus gehört ebenfalls zur Anlage.

Auf dem Stadtgelände hinter der Fischerburg wurden im Mittelalter Münzen geprägt. Später diente das Torgebäude Fischern als Domizil. Ursprünglich gab es noch ein drittes Tor, das Treptower Tor. Es fiel allerdings dem Dreißigjährigen Krieg zum Opfer. Wer mehr über Friedlands Geschichte und die Stadtbefestigungsanlage erfahren möchte, besucht das Museum der Stadt. Es ist montags bis freitags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr und samstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Weitere Informationem: www.friedland-mecklenburg.de (Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern)



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