Hallen-DM in Karlsruhe

Wenn die besten deutschen Leichtathleten am Wochenende (27./28. Februar) in der Karlsruher Europahalle um die nationalen Hallentitel 2010 kämpfen, ist eine umfangreiche Organisation notwendig, damit alles reibungslos abläuft. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter mussten rekrutiert werden, Dutzende Kilometer Kabel mussten verlegt werden, bis alles bereit stand um zum nun schon sechsten Mal eine Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in der Europahalle auszutragen.

42 Sprinterinnen über 60 Meter

Zum Meldeschluss hatten sich genau 548 Athletinnen und Athleten für die Teilnahme an den 29 Wettbewerben angemeldet. Sie mussten vorher das Erreichen der hohen Qualifikationsnormen nachweisen. Die meisten Starterinnen sind im 60-Meter-Sprint der Frauen dabei: 42 junge Damen wollen am Samstagmittag antreten und sich über Vor- und Zwischenläufe für das Finale der besten Acht qualifizieren. Viel einfacher wird dies für die männlichen 800-Meter-Läufer: Weil nur zehn Meldungen eingingen, wurden die Vorläufe abgesagt und alle zehn Mittelstreckler sind direkt zum Endlauf zugelassen.

Dass die Leichtathletik anders als der Wintersport nicht regional begrenzt ist, kann man an der Zahl der teilnehmenden Vereine ersehen. Die 548 DHM-Teilnehmer kommen aus insgesamt 147 Vereinen aus allen Bundesländern. Dabei gibt es kaum eine Region, die nicht auch mindestens einen Titelfavoriten stellt. Vom kleinsten Bundesland Bremen – mir Hürdenläuferin Carolin Nytra – bis zur Hauptstadt Berlin – mit Geher André Höhne oder Weitspringerin Melanie Bauschke reicht das Spektrum.

Livestream im Internet
Etwa 200 Kampfrichter und freiwillige Helfer aus dem Badischen Leichtathletik-Verband und den Karlsruher Sportvereinen stehen bereit, damit die Wettkämpfe regelgerecht ablaufen können und die Zuschauer gut betreut werden. Etwa 100 Journalisten und mehr als 50 Fotografen haben sich angemeldet um über die Meisterschaft zu berichten. Einige der dritten Fernseh-Programme wollen in Ausschnitten mehrere der spannenden Duelle übertragen. Im Internet gibt es auf www.leichtathletik.tv täglich einen mehrstündigen Livestream mit allen Wettbewerben.

Nur noch wenige Tickets
Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass sie zumindest für den Sonntagnachmittag, wenn u.a. Hochspringerin Ariane Friedrich ihren Wettkampf aufnimmt, ein ausverkauftes Haus melden können. Aktuell stehen für beide Wettkampftage nur noch wenige Tickets zur Verfügung, die am Freitagnachmittag (16 – 20 Uhr) und am Wochenende (Sa. ab 8 Uhr, So. ab 9 Uhr) an den Hallenkassen verkauft werden. Der Zeitplan ist an beiden Wettkampftagen so gelegt, dass alle Zuschauer aus der Region rechtzeitig zu den Fernseh-Übertragungen von den Olympischen Winterspielen wieder zuhause sein können. (DLV)



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