1. März 2010, Deutschland

Hochschulen sollen nachhaltige Entwicklung weiter fördern

Die deutschen Hochschulen wollen sich in Lehre, Forschung und Verwaltung verstärkt für eine weltweite nachhaltige Entwicklung engagieren. Das ist Kern einer Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz und der Deutschen Unesco-Kommission zur Verantwortung der Hochschulen für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das Studienangebot vermittelt Kenntnisse, Kompetenzen und Werte, und die Forschung erzeugt Wissen und Innovationen, die für die Gestaltung nachhaltiger Entwicklung nötig sind. An Nachhaltigkeit orientierte Arbeitsabläufe in den Hochschulverwaltungen leisten einen weiteren Beitrag.

HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel sagte dazu in Berlin: „Als Zentren der Forschung und Bildungsstätten für die zukünftigen Entscheidungsträger spielen die Hochschulen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung. Die Universitäten und Fachhochschulen haben die Themen ‘Nachhaltige Entwicklung’ und ‘Bildung für nachhaltige Entwicklung’ vielfach bereits aufgegriffen. Die gemeinsame Erklärung von HRK und DUK wird das Engagement der Hochschulen weiter fördern und stärken.“

Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission, betonte: „Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet: Wir müssen mehr darüber lernen, wie sich unsere Entscheidungen von heute auf die Lebenschancen künftiger Generationen auswirken. Dabei wird es immer wichtiger, komplexe globale Zusammenhänge zu erfassen. Hochschulen sind Orte, an denen solches Wissen entsteht und vermittelt wird. Unsere Hochschulen müssen aber noch viel stärker auf die Kompetenzen zielen, die für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft grundlegend sind.“

Die Erklärung weist unter anderem auf die Bedeutung fächerübergreifender Forschung hin. Diese sei wichtig, um der komplexen Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt Rechnung zu tragen. Die Hochschulen wollen Studierende auch dabei unterstützen, Wissen und Kompetenzen zu erwerben, um in Beruf und Alltag nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit handeln zu können. Die Erklärung richtet sich auch an Hochschulverwaltungen. Sie können mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie sparsam mit Ressourcen umgehen oder fair gehandelte Ware einkaufen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt nachhaltiges Denken und Handeln. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Konzept in allen Bereichen des Bildungssystems zu stärken. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche Unesco-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die Erklärung der Hochschulrektorenkonferenz und der Deutschen Unesco-Kommission ist ein Beitrag zu dieser UN-Dekade.

Am 15. April 2010 veranstalten HRK und DUK gemeinsam an der Universität Bremen eine Konferenz zum Thema, die Beispiele guter Praxis und vorbildliche Projekte im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung präsentiert. (Deutsche Unesco-Kommission e.V.)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: