4. März 2010, Deutsche Bahn

Bauarbeiten am Finne- und Bibratunnel haben begonnen

Geräuschvolles Ende des Tunnelvortriebs im rund 6,5 Kilometer langen Bibratunnel im Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt). Mit der letzten Sprengung vollzogen Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Dr. Karl-Heinz Daehre, Minister für Landes-entwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, den Durchschlag in der westlichen der zwei Röhren des Bibratunnel. Ebenfalls durchgeschlagen wurde der benachbarte Finnetunnel, mit rund sieben Kilometern der längste der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle.
Die 123 Kilometer lange Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8, der Bahnverbindung Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle Berlin. Rund zehn Milliarden Euro werden in den Aus- und Neubau von rund 500 Kilometer Bahnstrecken investiert.
„Mit dem doppelten Tunneldurchschlag im Finne- und Bibratunnel sind alle drei Tunnel der Neubaustrecke komplett aufgefahren. Das bedeutet Bauhalbzeit auf der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig/Halle. Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme 2015. Unser Netz wird damit schneller und leistungsfähiger für den Personen- und Güterverkehr“, sagte Dr. Rüdiger Grube.
„Das VDE 8 gehört zu den bundesweit wichtigsten Verkehrsprojekten auf der Schiene. Die Durchbrüche im Bibra- und auch im Finnetunnel sind Meilensteine für die Fertigstellung dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke. Ab Ende 2015 werden die Bahnkunden von Erfurt nach Halle nur noch eine halbe Stunde unterwegs sein. Nach Leipzig wird die Fahrzeit 38 Minuten betragen. Auch der Güterverkehr wird profitieren. Zwischen Erfurt und Halle/Leipzig können pro Jahr zusätzlich fünf Millionen Tonnen Waren transportiert werden. Der heutige Tag zeigt: Der Bund setzt konsequent auf den modernen und umweltverträglichen Verkehrsträger Schiene“, sagte Dr. Peter Ramsauer.

„Für Sachsen-Anhalt bedeutet das Projekt eine bessere Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn. Zudem haben die Baustellen auch Arbeit in die Region gebracht und noch einen Nebeneffekt erzeugt: Wir wissen heute mehr als vorher von unseren Vorfahren, die das Land bereits vor 4.500 Jahren besiedelt haben. Über 4.000 Funde sicherte unser Landesamt für Denkmal-pflege und Archäologie allein bei Karsdorf“, sagte Dr. Karl-Heinz Daehre. (DB)



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