12. März 2010, Nordrhein-Westfalen

NRW gehört weiterhin zu den drei beliebtesten Bundesländern

Nach der fünf Jahre andauernden Rekordserie in der Tourismusbilanz musste Nordrhein-Westfalen 2009 erstmals wieder Rückgänge bei den Ankünften und Übernachtungen verzeichnen: rund 17,3 Millionen Gäste generierten insgesamt 40,2 Millionen Übernachtungen. Damit sank die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, die der Übernachtungen um 3,1 Prozent.

Nordrhein-Westfalen gehört nach wie vor zu den Top 3-Reiseländern in Deutschland. Bei den Gästeankünften liegt Nordrhein-Westfalen hinter Bayern auf dem zweiten Rang, bei den Übernachtungen erreicht Nordrhein-Westfalen den dritten Platz hinter Bayern und Baden-Württemberg, die ebenfalls Einbußen verzeichneten.

Grund für die Rückgänge ist vor allem das Fernbleiben vieler Geschäftsreisenden. „Dies ist umso bedeutender, da Nordrhein-Westfalen im deutschlandweiten Vergleich mit 41 Prozent den höchsten Anteil an Geschäftsreiseübernachtungen hat; der Bundesdurchschnitt liegt hier bei
20,1 Prozent“, erklärte Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hinzu kommt, dass die wichtigsten Quellmärkte Nordrhein-Westfalens stärker von der Rezession betroffen waren als Deutschland insgesamt. Vor allem bei den Übernachtungen der Gäste aus den USA mit rund 373.000 (minus 18,2
Prozent) und Großbritannien mit rund 327.000 Übernachtungen (minus 16,9
Prozent) gibt es einen deutlichen Rückgang. Die wichtigsten Quellmärkte sind weiterhin die Niederlande, Großbritannien, Belgien, USA und Frankreich, das 2009 Italien vom fünften Rang verdrängt hat.

Der Anteil der ausländischen Gäste in Nordrhein-Westfalen lag 2009 bei
18,5 Prozent. 81,5 Prozent der Gäste kamen aus dem Inland. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine klare Verschiebung des Anteils von den Auslands- zu den Inlandsgästen: Der Rückgang bei den Inlandsübernachtungen liegt lediglich bei 2,1 Prozent (rund 32,8 Millionen Übernachtungen), während bei den Auslandsübernachtungen eine Abnahme von 7,5 Prozent (rund 7,5 Millionen Übernachtungen) zu verzeichnen ist.

Vor allem die städtischen Regionen in Nordrhein-Westfalen, die nicht nur einen hohen Anteil an Geschäftsreisenden, sondern ebenfalls einen hohen Anteil an ausländischen Gästeübernachtungen haben, waren stark betroffen:
So gab es in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann ein Minus von 12,4 Prozent, im Ruhrgebiet von 11,8 Prozent und in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis von 11,5 Prozent bei den Übernachtungen ausländischer Gäste. Dagegen nahmen in den klassischen Ferienregionen Sauerland (plus 2,5 Prozent) und Münsterland (plus 4,6 Prozent) auch im Jahr 2009 die Übernachtungen ausländischer Gäste zu.

„Für das Jahr 2010 sind wir zuversichtlich: Bereits der Dezember 2009 hat sich schon wieder positiv entwickelt. Und die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 wird sicher nicht nur für das Image, sondern auch für die Besucherzahlen ein Gewinn“, sagt die Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V., Dr. Ute Dallmeier. (NRW-Tournews)



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