20. März 2010, Baden-Württemberg

Bio-Albbüffel trifft Bio-Albschwein

Seit fast 4 Jahren ist der Albbüffel auf den Weiden der Schwäbischen Alb unterwegs. Vier Jahre mit vielen Überraschungen und vielen neuen Erfahrungen für die drei „Albbüffel-Jungs“, Ludwig Failenschmid, Helmut Rauscher und Willi Wolf sowie ihre Partner.

Angefangen vom manchmal etwas seltsamen „Melkverhalten“ der urigen Tiere bis hin zur optimalen Fleischqualität und Zucht gab es eine Vielzahl von Lernfeldern für die Mitglieder der Albbüffel-Erzeugergemeinschaft. Im Jahr 2009 nahm der Absatz aller Produkte trotz Wirtschaftskrise deutlich zu, und es wurden sogar weitere Produkte entwickelt, die bereits erfolgreich am Markt eingeführt werden konnten. Unter dem Motto „Bio-Albbüffel trifft Bio-Albschwein“ sind jetzt Bio-Chili-Kracher, Bio-Heuberger, Bio-Kräutersalami, Bio-Sphären-Wurst und Luik’s Leberwürstel mit Bio-Apfelstücken erhältlich. Die bekannten „Bio-Albbüffel-Göschle“ im Dinkelteig und eine ganze Palette reiner Albbüffelprodukte sind weiterhin erhältlich. Um die hohe Qualität der Produkte zu dokumentieren, wurde erstmalig die Albbüffel-Salami labortechnisch untersucht.
Die Albzarella Produktion läuft ebenfalls auf Hochtouren, zumindest wenn die Albbüffel-Kühe ihre wertvolle Milch abgeben. Denn im Gegensatz zu Milchkühen sind Albbüffel diesbezüglich ziemlich launisch und eigensinnig. Helmut Rauscher von der Hohensteiner Hofkäserei hat zwischenzeitlich herausgefunden, dass der Albbüffel-Milchertrag mit klassischer oder Alphorn-Musik am höchsten ist.

Willi Wolf ist es im Verlauf der letzten vier Jahren gelungen, durch Zukauf von Bio-Zuchttieren und entsprechende eigene Zuchterfolge Tiere mit einer hervorragenden Fleischqualität zur Verfügung zu stellen. Die Albbüffel werden auch in der Landschaftspflege erfolgreich eingesetzt und befinden sich bis auf die Wintermonate, die sie komfortabel im riesigen Offenstall verbringen, ganzjährig auf den Weideflächen in der näheren und weiteren Umgebung seines Stalls bei Hohenstein-Meidelstetten.

Zwischenzeitlich gibt es drei Albbüffelherden auf der mittleren Schwäbischen Alb. Die größte Herde steht in der Umgebung von Hohenstein-Meidelstetten (bis zu 160 Tiere), die Milchherde bei Hohenstein-Ödenwaldstetten und eine kleinere Gruppe in St. Johann-Gächingen (Informationen Landgasthof Hirsch in Gächingen).

Die Albbüffelpartner Stebruka Seifen, Schreinerei Freudemann und ALBKORN Bäckerei Glocker sind von Anbeginn des Projektes dabei und stellen in Handarbeit qualitativ hochwertige Produkte mit Zutaten vom Albbüffel her. Dazu gehören Albbüffel-Seifen, Design-Holzmöbel mit Albbüffel-Leder und Backwaren mit Albbüffelmolke und Albbüffelmilch.

Auf Grund des anhaltenden Interesses werden in Zukunft weiterhin Albbüffel-Weideführungen und Betriebsbesichtigungen mit Voranmeldung angeboten. Gebucht werden können die Führungen bei Willi Wolf (Tel. 07387/579) oder Helmut Rauscher (Tel. 07387/1297). (Schwäbische Alb Tourismus)



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