23. März 2010, Lufthansa

Lufthansa bietet Vereinigung Cockpit Arbeitsplatzsicherheit

Lufthansa hat der Vereinigung Cockpit in der laufenden Tarifrunde ein Angebot unterbreitet. Basis ist der vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am 22. Februar erzielte Vergleich. In dem bereits am 25. Februar übermittelten, formellen Angebotspaket geht Lufthansa auf die von der Gewerkschaft geäußerte Sorge um die Sicherheit der Arbeitsplätze ein. Das Paket berücksichtigt zudem die von der Vereinigung Cockpit in Aussicht gestellten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur und enthält außerdem ein Versorgungsanliegen der Gewerkschaft. Auf dieser Grundlage haben Unternehmen und Gewerkschaft in zahlreichen weiteren Verhandlungsrunden und Gesprächen versucht, einen gemeinsamen Lösungsansatz zu finden. Dennoch hat die Vereinigung Cockpit die Gespräche vorerst ausgesetzt.

Das Angebotspaket enthält folgende Elemente:

. Verlängerung des bestehenden Vergütungstarifvertrages bis Ende 2010 („Nullrun-de“) sowie Produktivitätsverbesserungen im Direktverkehr, gemäß der von der Vereinigung Cockpit in vorangegangenen Gesprächen eingebrachten Vorschläge
. Bestandsschutz bis Ende 2012 für die vom Konzerntarifvertrag umfassten Cockpitarbeitsplätze im Lufthansa Konzern, bei gleichzeitiger Verlängerung des Mantel-tarifvertrages bis Ende 2012
. Verbesserung der Versorgung bei Flugdienstuntauglichkeit und für die Übergangszeit bis zur gesetzlichen Rente für Lufthansa Piloten, die bei Germanwings und Condor eingestiegen sind

Lufthansa Verhandlungsführer und Passagevorstand Finanzen & Personal, Dr. Roland Busch: „Wir haben der Vereinigung Cockpit ein der Situation des Unternehmens und dem wirtschaftlichen Umfeld angemessenes Angebot unterbreitet. Gleichzeitig müssen wir im Interesse aller Lufthanseaten für wettbewerbsfähige Strukturen sorgen. Deshalb gilt es unter allen Umständen Kostensteigerungen zu vermeiden. Nur so können wir Arbeitsplätze sichern und wir sind bereit, dies auch vertraglich zuzusichern. Eine Lösung kann letztlich nur am Tariftisch gelingen.“

In einem am 22. Februar vor dem Arbeitsgericht Frankfurt geschlossenen Vergleich hatten die Tarifparteien den konstruktiven Vorschlägen des Gerichts zugestimmt, unverzüglich und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurück zu kehren, um dort über Vergütung und Arbeitsbedingungen in deutschem Tarifgebiet zu verhandeln. (Deutsche Lufthansa AG)



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