3. April 2010, Brandenburg

„Orpheus und Eurydike“: Verlust, Liebe und Tod

2010 feiert die Musikakademie Rheinsberg 10 Jahre Schlosstheater und präsentiert aus diesem Anlass mit „Orpheus und Eurydike“ Glucks bekannteste Oper. Im Mittelpunkt der Inszenierung stehen die Themen Verlust, Liebe und Tod sowie die Rolle der Musik bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen. Die Oper erzählt die Geschichte des Sängers Orpheus, dem durch einen Schlangenbiss die geliebte Gattin genommen wird. Orpheus unternimmt alles, Eurydike dem Hades wieder abzuringen. Seine Klagen rühren die Götter und sie erlauben ihm, Eurydike zurück in die Oberwelt zu bringen – unter einer Bedingung: Er darf sich nicht umdrehen und sie nicht ansehen. Als er sich ihr doch zukehrt, sinkt Eurydike erneut in den Tod. Anders als im antiken Mythos vermeidet Gluck den tragischen Schluss: Weil Orpheus aus Liebe dem Spruch der Götter zuwider handelte, erweckt Amor Eurydike und die Oper endet in einem freudigen Finale.

Das Ensemble besteht aus Nachwuchskünstlern, die die Fachwelt bereits überzeugen konnten: Der südkoreanische Tenor Seil Kim, Preisträger des Berliner Liedwettbewerbs von Thomas Quasthoff 2009, übernimmt die Partie des Orpheus. In der äußerst selten gespielten Pariser Fassung von „Orpheus und Eurydike“ ist diese Partie einem Tenor anvertraut – eine der schwierigsten Tenorpartien des klassischen Repertoires. Die musikalische Leitung der Produktion hat die junge Dirigentin Eva Caspari, Stipendiatin des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. Die Regie übernimmt der Schweizer Alvaro Schoeck, Regiestudent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin; das Bühnenbild stammt von Merle Vierck. Beide waren bereits bei den Bayreuther Festspielen 2009 erfolgreich mit ihrer Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ für Kinder. Aus über 80 Bewerberinnen wurden für die Partie der Eurydike die Mannheimer Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller und als Amor die Schweizerin Jardena Flückiger ausgewählt.

Kartenvorverkauf:
Tourist- Information Rheinsberg, Tel.: 033 931/39 29 6 und
Reservierungsbüro Papagena, Tel.: 01805/727243 oder 030/47997474

Vorstellungen: 9. April, 19.30 Uhr; 10. April, 19.30 Uhr, 11. April, 15 Uhr,
17. April, 19.30 Uhr, 18. April, 15 Uhr.

Eintrittspreise: 25 € / 20 € ermäßigt. (TMB Brandenburg)



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