7. April 2010, Rio de Janeiro

Heftige Regenfälle lösen Erdrutsche in Rio aus

Ein schweres Unwetter mit heftigen Regenfällen hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro lahm gelegt und Erdrutsche ausgelöst, bei denen mindestens 80 Menschen getötet wurden. Innerhalb weniger Stunden viel am Zuckerhut doppelt so viel Regen, wie sonst im April üblich, Straßen wurden überflutet, Bäume knickten um, zahlreiche Autofahrer mussten stundenlang in ihren gefluteten Autos ausharren. Besonders schlimm traf es die Favelas, die Armensiedlungen der Stadt, deren provisorische Hütten an den steilen Hängen am Rande der Metropole errichtet wurden. Bei über 140 Erdrutschen wurden mehr als 26 Häuser unter den Geröllmassen abgehender Schlammlawinen begraben.

Auf den Straßen Rios sind derweil rund 3000 Feuerwehrleute und über 4000 Mitarbeiter der Straßenreinigung im Einsatz. Bürgermeister Eduardo Paes warnte seine Bürger, ihre Häuser zu verlassen, alle wichtigen Straßen der Stadt seien blockiert. Universitäten und Schulen wurden geschlossen. Teilweise steht der Niederschlag hüfthoch in den Gassen der Zuckerhut-Metropole. Auch für die kommenden Tage wird es keine Entwarnung geben, die Meteorologen haben weiteren Regen vorausgesagt. (RNO)

Bild: esper.art.br



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