9. April 2010, Fußball

Hamburger SV schafft Einzug ins Europa League-Halbfinale

Mit einer souveränen Vorstellung beim Europa League Viertelfinal-Rückspiel bei Standard Lüttich hat der Hamburger SV das Halbfinale dieses Wettbewerbs erreicht. Nach dem 2:1 Hinspielerfolg gewannen die Hamburger das Rückspiel 3:1 und brauchen in dieser Verfassung auch den Halbfinalgegener FC Fulhalm, der den VFL Wolfburg ausschaltete, nicht zu fürchten.

Von Beginn an gingen die Hanseaten sehr konzentriert zu Werke und erzielten nach einem Kopfball von Mladen Petric in der 19. Spielminute den Führungstreffer. Spannend wurde es noch einmal nach dem Ausgleichstreffer für Lüttich durch de Camargo, der in der 32. Minute aus abseitsverdächtiger Position nach einem Freistoß, ebenfalls per Kopf, das 1:1 erzielte. Aber nur drei Minuten später ging der HSV nach der spektakulärsten Szene des Spiels erneut in Führung. Nach einer Flanke von Aogo setzte Mladen Petric zu einem sehenswerten Fallrückzieher an und versenkte den Ball im Tor von Lüttichs Keeper Bolat.

In der zweiten Halbzeit kontrollierte der HSV dann das Spiel sicher und ließ kaum noch Chancen der Gastgeber zu. Auch die für ihre Leidenschaft bekannten Fans von Standard Lüttich wurden zunehmend ruhiger und konnten ihrer Mannschaft keine Impulse mehr geben. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Paolo Guerrero noch zum 3:1 Endstand, nachdem kurz zuvor Markus Berg noch eine Riesenchance zum Ausbau der Führung vergeben hatte.

Interessant war am Rande des Spiels der Versöhnungskurs der HSV-Spieler mit den mitgereisten Fans. Beim Warmmachen vor dem Spiel rollten die Spieler vor der HSV-Fankurve ein Transparent mit der Aufschrift „Wir für Euch – ihr für uns“ aus. Ein wichtiger symbolischer Schritt, um das nach den zuletzt dürftigen Leistungen in der Bundesliga empfindlich abgekühlte Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans zu beleben. Die Fans nahmen die Geste lautstark jubelnd dankbar an. Jetzt müssen die Spieler auch in den verbleibenden fünf Bundesligaspielen zeigen, dass sie gewillt sind, auch im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder auf de rinternationalen Bühne präsent zu sein, falls es mit dem Sieg des diesjährigen Europa League-Wettbewerb nicht klappen sollte. (RNO)



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