12. April 2010, Dresden

Porzellan aus aller Welt im Dresdner Zwinger

Die Dresdner Porzellansammlung ist die qualitätvollste und mit 20.000 Einzelstücken zugleich umfangreichste keramische Spezialsammlung der Welt. Sie verdankt ihre Entstehung August dem Starken, der seine Leidenschaft für das ebenso kostbare wie zerbrechliche Material einmal ironisch als »maladie de porcelaine« – als Porzellan-Krankheit – bezeichnet hatte.

Die Sammlung reicht von Zeugnissen der chinesischen Ming-Periode über die reichen Bestände aus der Regierungszeit des Kaisers Kangxi (1662-1722) bis hin zu japanischen Imari- und Kakiemon-Porzellanen des frühen 17. und 18. Jahrhunderts. Auch die Entwicklung des Meißner Porzellans von der Erfindung im Jahre 1708 bis zum späten 18. Jahrhundert lässt sich in Werken höchster Kunstfertigkeit ablesen.

Seit der Eröffnung der neuen Ostasien-Galerie im Oktober 2006 sind die ostasiatischen und Meißner Porzellane gleichgewichtig einander in glanzvoller Präsentation gegenübergestellt, wie sich dies einst August der Starke für sein geplantes „Porzellanschloss“ gewünscht hatte. Erstmals wurde ein Interieur-Entwurf des Architekten Zacharias Longuelune von 1735 für das Japanische Palais nachempfunden und mit chinesischem Blau-Weiß-Porzellan ausgestattet. Der New Yorker Architekt Peter Marino schuf die Entwürfe für die Innenausstattung – teils historisierend, teils das historische Konzept neu interpretierend. (TM Sachsen)



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