14. April 2010, Tahiti

Polynesische Bräuche beim „Heiva“ auf Tahiti

Tanzen liegt den Bewohnern Französisch-Polynesiens seit jeher im Blut. Deswegen feiern sie seit 128 Jahren alljährlich im Sommer das für sie wichtigste Kulturfest, das „Heiva“ (tahitianisch für Festival), um alte Traditionen zu pflegen, polynesische Bräuche zu erhalten und an die Nachwelt weiterzugeben. Für Urlauber sind die Feierlichkeiten die beste Möglichkeit, einen außergewöhnlichen Einblick in die Traditionen der Inselwelt zu erhalten – dieses Jahr vom 8. bis zum 23. Juli 2010.

Treffpunkt sowohl der Inselbewohner als auch der Zuschauer ist dann die Hauptstadt Papeete auf Tahiti. Zahlreiche Tanzgruppen lassen in prachtvollen Kostümen die originalgetreuen und farbenfrohen Tänze Französisch-Polynesiens aufleben. Die Teilnehmer im Alter zwischen vier und 70 Jahren bereiten sich dabei monatelang auf das Kultur-Highlight des Jahres vor. Auf den anderen Inseln laufen parallel ebenfalls Veranstaltungen in kleinerem Umfang, zum Beispiel das „Heiva I Bora Bora“ vom 26. Juni bis Ende Juli 2010.

Während des mehrwöchigen Events finden aber nicht nur Tanz- und Musikeinlagen statt, sondern auch Wettbewerbe der traditionellen polynesischen Sportarten wie beispielsweise Steine heben. Die Teilnehmer müssen dabei – begleitet vom Applaus der Zuschauer – über 120 Kilogramm schwere Felsbrocken hochheben. Weitere Highlights sind Speerwurf, Kokosnuss-Weitwurf, Palmenklettern und Auslegerboot-Rennen. Diese Rennen sind ein zentraler Bestandteil der polynesischen Kultur. Die schmalen und schnellen „Va‘a“ – übersetzt Auslegerboote – haben eine lange Tradition und wurden schon vor Jahrhunderten benutzt, um die Eilande der Südsee zu entdecken und zu besiedeln.

Begleitet werden die Veranstaltungen von zahlreichen einheimischen Künstlern, die auf Tahiti lokales Kunsthandwerk ausstellen – ebenfalls Zeugnisse der Jahrhunderte alten Kultur. (Tahiti Tourisme)



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