15. April 2010, Reisebranche

Tourismusverband fordert Erhaltung der Sonntagsöffnungszeiten

Für die Erhaltung der sonntäglichen erweiterten Ladenöffnungszeiten in Tourismusorten sprach sich heute der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) in Bonn aus. „Urlauber und Tagesausflügler wollen nicht nur durch die Tourismusorte bummeln, sondern wollen auch an Sonn- und Feiertagen einkaufen können“, so der DTV-Präsident Reinhard Meyer.

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Greifswald vom 7. April 2010 gegen den Sonntagsverkauf in Mecklenburg-Vorpommern fürchten nun auch andere Bundesländer – insbesondere an Nord- und Ostsee – um die sonntäglichen Ladenöffnungszeiten. Die Umsetzung der sogenannten Bäderregelungen in den Tourismusorten trägt nicht nur zur Attraktivitätssteigerung und Belebung der touristischen Destinationen bei, sondern im erheblichen Maße auch zur Umsatzsteigerung und -sicherung. Allein in Timmendorfer Strand werden am Wochenende im Einzelhandel höhere Umsätze erzielt als innerhalb der Woche. Shopping gehört laut Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen für fast 45 Prozent der Urlauber zum besonderen Ferienerlebnis. Unzählige Kurzurlauber und Tagesausflügler lieben den Einkaufsbummel am Sonntag und nehmen dies zum Reiseanlass.

Die Umsatzzahlen im Deutschlandtourismus belaufen sich laut dwif jährlich auf rund 233 Milliarden Euro. Etwa 25 Prozent davon kommen dem Einzelhandel zu Gute. Der DTV appelliert an die Politik, Kirchen, Gewerkschaften und Verbände gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Rahmenbedingungen für die Gesamtwirtschaft nicht zu verschlechtern und einvernehmlich eine gemeinsame Lösung zu finden. Denn der Tourismus in Deutschland sichert bundesweit über 2,8 Millionen nicht exportierbare Arbeitsplätze, so Meyer. (DTB)



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