17. April 2010, Fußball, Kapstadt, Südafrika

Veranstaltungen und Projekte rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2010

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ wird bunt und fördert bei den Kapstädtern jede Menge Kreativität und Unternehmergeist. Drei Beispiele, wie sich Spaß, Erfolg und Nachhaltigkeit vereinen lassen.

Kelp Vuvuzelas
Das Unternehmen KELP (the Kelp Environmental Learning Project) wurde 2008 von Adam Carnegie ins Leben gerufen. Die Idee entstand im Zuge einer Spendensammelaktion an der Schule seines Sohnes.

Kelp Vuvzelas sind reine Naturprodukte, hergestellt aus einem an der Kap-Küste häufig vorkommenden Material: dem Seetang. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Plastik-Vuvuzelas sind die Seetang-Vuvuzelas umweltfreundlich und zudem echte Kunstwerke. Die Vuvuzelas werden handgemacht, weshalb jedes der laut dröhnenden Instrumente garantiert ein Einzelstück ist.

Die Nachfrage nach Seetang-Vuvuzelas ist mittlerweile so groß, dass Adam zwei Mitarbeiter einstellen konnte, die sich allein um die Ausbildung von Nachwuchskünstlern kümmern – Anfänger beginnen mit einfachen Designs wie Streifen in den Farben des jeweiligen Teams, während die Mitarbeiter mit mehr Erfahrung kompliziertere Muster wie Meerestiere oder Blumen auf die schmalen Trompeten zaubern.

Kelp sieht seine Zukunft als profitables und nachhaltiges Unternehmen, welches Arbeitsplätze schafft und zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen aufruft. Mittel- und langfristig sollen die Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, selbst zum Unternehmer zu werden.
Weitere Informationen unter: www.kelpvuvus.co.za

Makoya Makarabas
Eine Makaraba ist ein Hartplastikhelm, wie ihn Bauarbeiter aus Sicherheitsgründen tragen, der fantasievoll zu einem Fanhut umfunktioniert wurde. Die farbenfrohe Kopfbedeckung hat in Südafrikas Fußballstadien schon lange Tradition.

Makoya Makaraba ist ein kleines Unternehmen, das als Gemeinde-Projekt von dem Kapstädter Graphik-Designer Michael Souter ins Leben gerufen wurde, um einerseits die Popularität der Makarabas zu steigern sowie schlecht ausgebildeten Bevölkerungsgruppen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Makoya Makaraba beschäftigt ausschließlich Arbeiter aus den Townships der Region.

Makarabas sind schwierig in der Herstellung, da das Plastik der Helme auf Grund seiner Härte nur schwer zu schneiden und formen ist. Jede Makaraba ist sowohl in der Bemalung, als auch in der Form individuell gestaltet und ein echtes Kunstwerk.

Mit Blick auf die gesteigerte Nachfrage zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ und dem zeitintensiven Herstellungsprozess entschied sich Makoya Makaraba zur Gründung eines Schwesterunternehmens mit dem Namen Makoya Designs. Letzteres stellt die kommerzielle Variante der Makarabas her, und Fans können aus einer Reihe an verschiedenen Designs je nach Mannschaft auswählen und ihren favorisierten Helm bestellen.
Weitere Informationen unter: www.makoyadesigns.co.za

Whisper Balls
Bei den Whisper Soccer Balls handelt es sich um im Wasser schwimmende Mega-Fußbälle, gebaut von taubstummen Schülern der Whisper Boat Building Academy.

Die Akademie ermöglicht taubstummen südafrikanischen Jugendlichen eine Ausbildung und die Chance auf einen Arbeitsplatz. Die Boote werden mit in Deutschland entwickelten Elektro-Motoren betrieben und laden sich mittels Sonnenenergie neu auf. Damit sind die Whisper Soccer Balls Südafrikas umweltfreundlichste Motorboote.

Während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ sollen die Whisper Balls zur Hafenrundfahrt an Kapstadts V&A Waterfront bereit stehen. Die schwimmenden Fußbälle sind durch Team- und Partnerlogos gebrandet, was einen Teil der hohen Baukosten refinanziert. Die Boote werden von Jugendlichen des Lzuvunguvungu Sailing Trust gesteuert, bekannt als „Keimzelle“ des America’s Cup Projekts Shosholoza.
Weitere Informationen: www.whisperballs.com (Cape Town Tourism)



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