19. April 2010, Franken

Feierlichkeiten 2010 in und um Spalt

Die Weichen für große Feste in Franken sind gestellt: 2010 ist ein Jahr der Jubiläen. Eines davon wird quasi unter Volldampf gefeiert, denn dieses Jahr jährt sich zum 175. Mal die Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth. Beide Städte haben ein umfangreiches Festpaket geschnürt, das zeigt, wie facettenreich das Thema Eisenbahn sich gestaltet: ein Jubiläum, das Hochgeschwindigkeitszüge, Musikfestivals, „auferstandene“ Bahnhöfe und ein großes Stück Industriegeschichte wunderbar vereint. Einen großen Grund zum Feiern haben Roth, Spalt, Bad Brückenau und Seßlach. Sie bejubeln den runden Geburtstag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung bzw. ihrer Stadtrechte, und tun dies mit einem Programm, das genau auf die jeweiligen Besonderheiten der Stadt zugeschnitten ist.

Sechs revolutionäre Kilometer
Am 7. Dezember 1835 wartete ganz Nürnberg mit Spannung darauf, dass es neun Uhr schlug. Denn dann setzte sich die Ludwigs-Bahn in Bewegung. Neun Wagen zog der „Adler“, über 200 Fahrgäste und eine große Menschenmenge am Schienenrand waren dabei, als der Zug innerhalb von neun Minuten die 6,1 Kilometer lange Strecke nach Fürth zum Ludwigsbahnhof bewältigte. Es waren historische neun Minuten: Diese Fahrt war die erste einer deutschen Eisenbahn und läutete damit ein neues Zeitalter ein. 175 Jahre später widmen Nürnberg und Fürth diesem Ereignis ein beeindruckendes Festjahr. In Nürnberg stellen sich dafür überregional bekannte Festivals unter das Jubiläumsmotto. Künstler inszenieren in der „Blauen Nacht“, Deutschlands größter Museumsnacht, spektakuläre Projektionen und Aktionen rund um die Bahn (15. Mai 2010). Auch beim Klassik Open Air (25. Juli und 7. August 2010) greifen die Nürnberger Symphoniker musikalisch die Themen Reisen und Modernisierung auf; beim Weltmusikfestival „Bardentreffen“ (30. Juli bis 1. August 2010) erklingen dieses Jahr „Railroad Songs“.

Zwischen Dampflok und Spaceshuttle
Besonders rege beteiligen sich die Nürnberger Museen am Jubiläum. Noch bis zum 10. Oktober 2010 ist im Spielzeug-museum die Ausstellung „Alle einsteigen! Spielen mit der Eisenbahn“ zu sehen. Am 19. Mai 2010 nimmt im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände „Das Gleis“ seinen Anfang. Es beleuchtet bis 31. Oktober 2010 die Rolle der Eisenbahn als Transportmittel für den Massenmord an den Juden. Dazu gehören etwa eine Gleisinstallation, Führungen, Vorträge und Diskussionen.

Als beispielhaften Weg in die Moderne beschreibt das Museum Industriekultur vom 17. Juni bis 12. Dezember 2010 „Die Strecke des Adlers“. Die Ausstellung zeigt den Wandel der Adlerstrecke von der einstigen Landchaussee hin zur industriell geprägten Verkehrsader. Im Nicolaus-Copernicus-Planetarium hat am 1. Oktober 2010 die Themenschau „Vom Adler zum Spaceshuttle“ Premiere. Es ist eine Zeitreise, die in der Epoche der Postkutsche beginnt und bei der internati-onalen Raumstation ISS endet. Unerlässliche Gefährten rückt das Germanische Nationalmuseum in den Mittelpunkt mit der Ausstellung „Reisebegleiter – mehr als nur Gepäck: Koffer & Co aus drei Jahrhunderten“ (9. Dezember 2010 bis 1. Mai 2011).

Einsteigen in die Geschichte
Natürlich steht auch das DB Museum in Nürnberg ganz im Zeichen des Eisenbahnjubiläums. Vom 7. Juli 2010 bis zum 28. Februar 2011 wirft die Ausstellung „Planet Eisenbahn“ einen Blick auf 175 Jahre Eisenbahngeschichte – und zwar weltweit. Da begegnet man den Eisenbahnerfindern ebenso wie den Kapitalgebern, legendären Eisenbahnern und Hochgeschwindigkeitsprojekten. Begleitend präsentiert das Museum vom 6. August bis Ende Oktober 2010 eine Fahrzeugschau in einer bislang einmaligen Zusammenstellung: mit dabei natürlich der „Adler“, die Pionierlokomotive „Rocket“ und Stromliniendampfloks. Wie sich das Reisen mit der Bahn vor 175 Jahren anfühlte, zeigen die Fahrten mit dem nachgebauten Adler-Zug zwischen Nürnberg und Fürth, die vom 8. Mai bis 6. Juni 2010 an jedem Wochenende angeboten werden (www.bahnjahr2010.nuernberg.de).

Bewegung auf der Strecke
Nürnberg und Fürth werden 2010 aber noch durch mehr verbunden. Vom 18. bis 20. Juni 2010 ist Zeit für die „Stadt(ver)führungen“. Eine Hauptrolle bei diesem Füh-rungsmarathon, übrigens der größte in Deutschland, spielt dabei die Straße, an der die erste deutsche Eisenbahnstrecke verlief. Bei rund 900 Angeboten unter dem Motto „Menschen in Bewegung“ entdecken die Teilnehmer zu Fuß, joggend, mit dem Fahrrad oder batteriebetriebenen Rollern spannende Orte der Industriegeschichte und neue Technologien in beiden Städten.

Gefeiert wird in Fürth außerdem mit viel Musik, Kunst und einer ungewöhnlichen Aktion. Vom 21. bis 23. Mai 2010 fängt das 11. New Orleans Festival auf der Fürther Freiheit das Gefühl und die Musik der in Güterzügen reisenden, hei-matlosen US-amerikanischen Wanderarbeiter ein. Den letz-ten Dampflokomotiven der USA begegnet man vom 25. Juni bis 22. August 2010 in der „kunst galerie fürth“ bei der Ausstellung „Steam and Steel“ des Fotografen O. Winston Link. Eine Premiere feiert das Stadttheater Fürth am 15. Oktober 2010 mit der Musikrevue „Adler – Das Lied von der Eisenbahn“.

Wiederauferstehung einer Fürther Legende
Hautnah erleben die Besucher und Fürther die Eisenbahngeschichte vom 13. bis 29. August 2010 – diese Tage lassen ein monumentales „Gespenst“ wieder auferstehen: den 1835 errichteten und 1938 wieder abgerissenen Ludwigsbahnhof. An historischer Stelle, der Fürther Freiheit, wird der Bahnhof mittels Fotoplanen auf Stahlgerüsten nachgebaut und mit abwechslungsreichem Programm lebendig gemacht. Dazu gehört auch das große Fest „Nächster Halt: Fürth!“ am 28. und 29. August 2010 – zwei abwechslungsreiche Tage, die die erste Eisenbahnfahrt in Deutschland hochleben las-sen.

Die Fürther Museen widmen sich den Jubiläen auf ihre Wei-se. Noch bis 13. Juni 2010 zeigt die Ausstellung „Sei auf Draht…“ im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth, wie die Nach-richten durch die Eisenbahn schneller wurden. Im neuen „Stadtmuseum Fürth Ludwig Erhard“ offenbart sich von Ende April bis 29. August 2010 und dann wieder etwa ab November bei der Ausstellung „Abseits der Modelleisenbahn“ die Welt im Kleinformat: eine in Deutschland einmalige Gesamtschau der detailgetreuen Miniaturfiguren der fränkischen Firma Preiser. Am Hauptbahnhof Fürth geht es um einen ganz anderen Aspekt des Bahnfahrens. Vom 10. bis zum
26. September 2010 wartet im wahrsten Sinne die Ausstel-lung und Performance „Warten“ auf die Besucher. Vom
20. Oktober 2010 bis 27. März 2011 erzählt das „Jüdische Museum Franken in Fürth“ bei seiner Ausstellung „Eisenbahngeschichten“ von eisenbahnbegeisterten Rabbinern, jüdischen Eisenbahn-Mäzenaten, aber auch von Deportation und Rettung. (www.fuerth.de/eisenbahnjahr2010).

Rother Feiertage
Doch nicht nur die Eisenbahn in Franken feiert dieses Jahr unter Volldampf – auch in Roth steht ein runder Geburtstag an. Der Marienkirche ist es zu verdanken, dass 2010 in der Stadt im Fränkischen Seenland ein Jahr der Festfreuden ist. 1060 wurde die Kirche vom Eichstätter Bischof Gundekar II. geweiht – und dies urkundlich festgehalten. Diese erste ur-kundliche Erwähnung ist nun genau 950 Jahre her und rund um Roths Wahrzeichen – Schloss Ratibor, den breit einladenden Marktplatz und den stattlichen Bürgerhäusern – wird das ganze Jahr über gefeiert.

Höhepunkt ist hierbei sicherlich das Festwochenende vom
2. bis 4. Juli 2010
.

Am Freitag beginnt dieses idyllisch im Rother Stadtgarten mit swingendem Jazz. Tags darauf folgen der „Tag der Partnerstädte“ und das Bürgerfest. Am Marktplatz herrscht dabei die Atmosphäre des Mittelalters – so taucht man mitten hinein in den Alltag der Rother Gründungsväter. Nachmittags lebt der Stadtpark von europäischer Vielfalt, wenn Rother Gruppen zusammen mit den Partnerstädten Regen, Opava (Tschechien) und Racibórz (Polen) ein buntes Programm bieten. Die ganze Stadt und vor allem die Geschichte Roths ist am Sonntag auf den Beinen: Der steht im Zeichen des großen Festzugs „950 Jahre Stadt Roth“, der mit seinen vielen Fußgruppen und Wagengruppen die Geschichte der Stadt verkörpert – etwa dass Roth im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine so genannte Asylstadt war, die Flüchtende vor den Racheakten ihrer Verfolger schützte. Einer von ihnen, ein Hugenotte, etablierte in Roth die Fabrikation leonischer Drahtwaren – ein bis heute kennzeichnender Wirtschaftszweig.

Mitten hinein in die Industriegeschichte geht es auch am 16. Mai 2010 beim Wasserradfest im Fabrikmuseum Obere Mühle. Neben dem bereits vorhandenen Wasserrad wird an diesem Tag ein in Originalgröße nachgebauter Schaukelzug, wie ihn die Leonische Industrie für das Ziehen ihrer Drähte benötigte, enthüllt. Zwei wunderbare Festtermine sind zudem der Sommernachtsball im Stadtgarten (24. Juli 2010) sowie das große Hafenfest mit den Rother Hilfsorganisationen (31. Juli 2010), bei dem Rundfahrten mit den Einsatzfahrzeugen ebenso warten wie eine „Modenschau“ von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Wasser-wacht.

Ein Jubiläum macht Beine
Roth wäre aber nicht Roth, wenn es im Jubiläumsjahr 2010 nicht auch sportlich viel zu erleben gäbe. Schließlich ist die Stadt berühmt für ihren Triathlon „Challenge Roth“, der auch dieses Jahr wieder am 18. Juli 2010 Spitzenathleten aus aller Welt anziehen wird. Für einen weiteren sportlichen Höhepunkt sorgt am 18. April 2010 der Jubiläumshalbmarathon von Spalt über Georgensgmünd nach Roth, getreu dem Motto „3 Gemeinden – 2 Stadtjubiläen – 1 Halbmarathon“. Wunderbar aktiv sein lässt es sich in Roth auch dank des Nordic Walking Parks. Am 18. April 2010 wird im Stadtgartengelände die neue Jubiläumsstrecke eingeweiht, und das mit einem bunten Rahmenprogramm und Trainingseinheiten mit bekannten Sportlern.

In den Stadtgarten zieht es am 26. und 27. Juni 2010 Familien zum Kinderfest und damit zu einer bunten Mischung aus Spiel, Sport und Kunst zum Anfassen. Kunst und Kultur sind natürlich auch im Jubiläumsjahr ein spannendes Thema in Roth, etwa bei der Ausstellungsreihe rund um die Stadtgeschichte im Schloss Ratibor. Ganz aktiv zur Geschichte ist man bei den Themenführungen im Jubiläumsjahr unterwegs (www.stadtjubilaeum-roth.de).

Ein süffiges Festjahr in der Hopfenstadt
1200 Jahre wird Spalt im Fränkischen Seenland alt. Der prall gefüllte Jubiläumskalender richtet sich gleich nach drei Leitlinien. „LebensLust“ steht für die fränkische Freude an kulinarischen Genüssen und fröhlichen Festen. Und wenn es in Spalt um Kulinarik geht, führt kein Weg vorbei am Bier und dem weltberühmten Spalter Aromahopfen. Am 28. August 2010 heißt es deshalb „Leidenschaft Hopfen und Bier“, und dahinter verbirgt sich eine Einladung zum historischen Hopfenzupferfest im Museumshopfengarten. Hier darf man wie in alten Zeiten den Hopfen mit der Hand ernten. Dazu gibt es viel Musik und „Hopfenbloder-Lieder“. Am 29. August 2010 präsentiert zudem die Künstlergruppe Spectrum ihre künstlerisch bearbeiteten Hopfenstangen, es gibt eine Koch-show mit jungen Spitzenköchen und viele Überraschungen zum Thema „Gesundheit und Bier“.

Dass Bier auch gut mit Wein harmoniert, zeigt in Spalt das Fest der Partnerstädte am 27. August 2010 unter dem Motto „Wein trifft Bier“. Eine der Spalter Partnerstädte ist Bad Sauerbrunn im Burgenland, und von dort reisen Qualitätswinzer an, die ihre Weine in den Bierkellern und Scheunen der Altstadt kredenzen. Auch am 10. und 11. September 2010 „braut“ sich in Spalt etwas zusammen: die Bier-Kultur-Gala im historischen Kornhaus. Die Gäste erwartet ein mehrgängiges Bierkulinarium, bei dem unter anderem eine „Terrine vom Spalter Edel-Export an Schäuferlekonfit“ oder „mit Vanille gepiercter Zander auf sahnigem Spalter-Bier-Kraut“ serviert werden.

Auch sonst wird in Spalt viel geschmaust und gefeiert, etwa beim mittelalterlichen Markt am 26. und 27. Juni 2010. Musi-ker, Gaukler und Zauberer sorgen für bestes Mittelalterambiente. Viele Handwerker bieten Mitmach-Angebote für Kinder, vor Ort sind unter anderem Bernsteinschleifer, Pelzer oder Punzierer. Am Sonntag sorgt der historische Festzug für einen zusätzlichen Höhepunkt. Am 8. August 2010 wird beim Gabrielifest in die „Gärten der Düfte und Sinne“ eingeladen und gleich elf Feierorte ver-bindet das „Fest der Dörfer“ am 3. Oktober 2010. Jede Dorfgemeinschaft bietet dabei eigene Aktionen wie historisches Handwerk, alte Volkskunst oder den Besuch einer Mosterei.

Begegnungen mit Wilderern und einem „Spalt in Spalt“
Dass die Spalter 2010 „LebensArt“ beweisen, zeigen sie in der weiteren, gleichnamigen Jubiläums-Leitlinie. So zeigt ab 8. Mai 2010 die Fotoausstellung „Heimat in einer globalen Welt“ Spalter Bürger an Plätzen, an denen sie sich zu Hause fühlen. Auch das Theater hat im Spalter Jubiläumsjahr sei-nen Platz. Zeitgleich zum Mittelaltermarkt ist am 26. und am 27. Juni 2010 das Heimatfestspiel „Die Nürnberger Reis“ zu sehen: Es gedenkt der Befreiung aus Feindesnot vor 560 Jahren. Knapp einen Monat später (17. und 18. Juli, 24. und 25. Juli, 30. und 31. Juli, 1. August) heißt es Bühne frei für die Sommernachtsspiele im Bürgergarten. Das Stück „Die Bruderschaft der freien Kugel“ spielt in der Spalter Gegend und ist ein verwegenes Stück um Wilderer, einen verärger-ten Markgrafen und einen ermittelnden Freiherrn. Gespannt darf man auch sein auf die Lichtinstallation „Der Spalt in Spalt“ vom 4. September bis 2. Oktober 2010. Sie beleuchtet die mittelalterliche Altstadt – allerdings nicht wie üblich die Gebäude, sondern die Zwischenräume.

Die dritte Spalter Leitlinie widmet sich den „LebensWegen“ und damit der Geschichte des Spalter Landes. Das zeigt sich unter anderem im neuen Spalter Geschichtsweg, den man dank der Glastafeln an den Sehenswürdigkeiten und einer eigenen Broschüre auf eigene Faust erkunden kann. Wer geführte Touren vorzieht, ist in Spalt dank vieler Sonderführungen genau richtig. Da spaziert man „Von Turm zu Turm“ oder „Vom Kommunalbrauhaus zur Stadtbrauerei“, genießt szenische Einlagen oder kulinarische Überraschungen. Zum Abschluss des Jubiläums macht man sich ebenfalls noch einmal auf den Weg. Am 29. Dezember 2010 beschließt eine Sternwanderung die Feierlichkeiten zum Stadtgeburtstag, das im Zentrum bei Lagerfeuer und Musik ausklingt (www.spalt-2010.de).


Liebling des kurenden Königs

Auch in der Rhön gibt es 2010 allen Grund zum Feiern. Mit Bad Brückenau feiert ein besonders stilvoller Vertreter der fränkischen Heilbadkultur Geburtstag. 700 Jahre ist es her, dass Bad Brückenau von Kaiser Heinrich VII. seine Stadt-rechte verliehen bekam. Damals hieß der Ort freilich nur Brückenau, denn erst 1747 entstand zwei Kilometer vom Städtchen entfernt auf Initiative des Fürstabts von Fulda ein Badeort, dem eine königliche Karriere beschieden war. Kaiserin Elisabeth von Österreich kurte hier, und vor allem Bayernkönig Ludwig I. weilte oft für seine Gesundheit in Bad Brückenau – übrigens auch einmal mit seiner berühmten Mätresse Lola Montez. Als Bauherr ließ er monumentale Bauten entstehen, die Bad Brückenau auch heute noch sein königliches Flair verleihen. Kaiser und Fürstabt, König und Mätresse: Ihnen allen begegnet man beim großen Festumzug am 18. Juli 2010 wieder. In historischen Gewändern präsentieren die Bad Brückenauer die Geschichte ihrer Stadt. Diesem Reigen schließt sich im Georgi-Kurpark ein Minnekonzert an. Musikalisch ist die Oldie-Disco am 17. Juli 2010 der Vorreiter des Festzuges.

Richtig gut feiern lässt es sich in Bad Brückenau aber auch schon am 12. und 13. Juni 2010, wenn das beliebte Stadtfest mit einem historischen Marktfest bereichert wird. Unterhaltung, Augen- und Ohrenschmaus wechseln sich ab mit kulinarischen Genüssen: So erwartet die Besucher fröhliches Lagerleben und gesungene Märchenstunden, aber auch Prangerszenen, Zehntabgaben und der Bauernsturm (www.bad-brueckenau.info).

Ein Geschenk des Kaisers
Das vierte fränkische Stadtjubiläum führt ins Obere Maintal-Coburger Land und mitten hinein in ein mittelalterlich ge-prägtes Städtchen: Seßlach feiert 675 Jahre Stadtrecht. Am 1. Mai 2010 genießt man hier zum Beispiel nach dem ökumenischen Festgottesdienst den Frühschoppen unter originellen grünenden Hopfenschirmen. Um ungewöhnliche Einblicke in die Seßlacher Altstadt geht es beim Hof- und Rosenfest am 12. und 13. Juni 2010. Sonst nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Innenhöfe sowie die Innenhöfe der
Gastronomen laden an diesen beiden Tagen ein: mit viel Musik und Kulinarik, Ausstellungen in den Türmen, Garten- und Rosenständen sowie einer Illumination der Altstadt. Am Sonntagmorgen spielen die musizierenden Vereine der Stadt bei einer Matinee auf.

Vom 19. bis 26. Juni 2010 verwandelt sich die Seßlacher Stadtmauer in einen Treffpunkt internationaler Bildhauer. Sie arbeiten an großen Schnitzfiguren, die die Empfindungen und Erlebnisse von Pilgern widerspiegeln. Dies geschieht nicht ohne Grund: Die Skulpturen sind als Meditationspunkte für den neuen Wallfahrerweg von Seßlach zur Basilika Vier-zehnheiligen gedacht, der am 24. und 25. Juli 2010 einge-weiht wird – der Weg bindet das Rodachtal an das Netz der europäischen Jakobswege an.

Nach der Kirchweih (1. bis 5. Juli 2010) steht mit dem Altstadtfest (21. und 22. August 2010) in Seßlach gleich der nächste fröhliche Termin an: Zum Jubiläum wird das Fest am Sonntag mit einem Umzug in historischen Kostümen bereichert. Den Jubiläumsherbst begrüßt am 25. und 26. September 2010 der „Seßlacher Herbst“ in der Altstadt mit der längsten Weintafel Oberfrankens. Außerdem sollte man sich noch einen Seßlacher Kulturtermin vormerken: Vom 27. Juli bis 1. August 2010 ist Seßlach einer der Spielorte des „7. Internationalen Jugend Musikfestivals im Rodachtal“: In der Stadtpfarrkirche interpretieren junge Musiker und Ensembles aus ganz Europa gemeinsam Werke aus Mittelalter, Renaissance und Barock (www.sesslach.de).  (Tourismusverband Franken e. V.)

Bild: Jahreswechsel 2009/2010 in SpaltTVF / Stadt Spalt / Fotostudio Lichtblick, Harald Stengel



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