19. April 2010, Bangkok

Thailand-Krise: Armee riegelt Bankenviertel in Bangkok ab

Über 1500 Soldaten der Regierungstruppen haben in Thailands Hauptstadt Bangkok das Bankenviertel abgeriegelt. Die bewaffneten Einsatzkräfte wollen mit ihrem massiven Aufmarsch einen Sturm des Finanzzentrums der asiatischen Metropole verhindern, der von den sogenannten „Rothemden“ angekündigt wurde. Erst in der vergangenen Woche war es bei Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten und den Militärs zu Todesopfern gekommen. Die „Rothemden“ kämpfen für den Rücktritt der amtierenden Regierung.

Der gesamte Finanzdistrikt wurde mit Stacheldrahtzäunen und Sicherheitsposten abgeriegelt, durch den sich die arbeitenden Geschäftsmänner ihren Weg bahnen mussten. Auch zwei Wochen nach Verhängung des Ausnahmezustands durch die Regierung, ist keine Entspannung der Lage in Sicht. Im Gegenteil, die Fronten haben sich seit den gewaltsamen Straßenschlachten weiter verhärtet.

Seit Ostern halten die Demonstranten ein Viertel mit Luxusgeschäften in Bangkok besetzt, als nächstes drohten sie mit der Übernahme des Finanzbezirks. Ein Armeesprecher betonte gegenüber den Medien, das Militär hätte klare Anweisung, die Ausweitung des Konflikts auf weitere Stadtgebiete zu verhindern. Das Vorgehen der Einsatztruppen werde schrittweise von sanft auf massiv gesteigert. (RNO)



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