20. April 2010, Flughafen Frankfurt-Hahn

Frankfurt-Hahn nutzt Aschewolke zur Sanierung der Landebahn

Der Flughafen Frankfurt Hahn hat binnen weniger Stunden eine Großbaustelle eingerichtet und die für den Sommer geplante Sanierung der Stadt- und Landebahn begonnen. Ein Kilometer Bahn, insgesamt 42.000 Quadratmeter, werden bis Mittwochmorgen saniert sein. Am Montagmorgen fiel die Entscheidung, abends um 23 Uhr waren schon 100 Menschen, 50 Sattelzüge, fünf Großfräser und vier Asphaltfertiger im Einsatz. Auf diese Weise wird die durch die Aschewolke bedingte Ruhepause im Flugverkehr sinnvoll genutzt.

„Das ist eine logistische Meisterleistung“, lobte der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und verkehrsminister Hendrik Hering. „In einer so kurzen Zeit ein derart umfangreiches Projekt zu stemmen – das zeigt wieder einmal, wie engagiert die Mitarbeiter des Flughafens Hahn ans Werk gehen und wie flexibel und leistungsfähig sowohl Flughafen wie auch die Unternehmen der Region sind.“ Der Flughafen spart mit dieser Maßnahme erheblich Zeit und Geld.

Insgesamt werden in diesem Jahr auf 2,4 Kilometern der insgesamt 3,8 Kilometer langen Start- und Landebahn 12 Zentimeter abgefräst und mit einem neuen Belag versehen. Das Investitionsvolumen liegt bei zwölf Millionen Euro. Geplant war, im Sommer die Bahn zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens zu schließen und bei Flutlicht zu arbeiten. In einem solchen Zeitfenster hätte die Sanierung über drei Monate gedauert. Dank der Arbeiten in den vergangenen Stunden kann mindestens ein Monat Bauzeit eingespart werden. Die leitenden Firmen kommen aus der Umgebung des Flughafens, es sind die Hunsrücker Unternehmen Blümling Baugesellschaft mbH aus Sohren und Juchem Asphalt Bau GmbH aus Niederwörresbach. Die letzte Teilsanierung der Stadt- und Landebahn erfolgte im Jahr 2002, die letzte Komplettsanierung in den Jahren 1994 und 1995. (Flughafen Frankfurt-Hahn)



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