20. April 2010, Deister

Radwandern auf dem Deisterkreisel

Die „Quelle der ewigen Blumen“ und die „Zick-Zack-Buchen“ sind nur zwei Highlights der rund 100 Kilometer langen Radroute Deisterkreisel im nördlichen Weserbergland. Die Radroute führt einmal um den Deister herum, das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands.

Für den bis zu 405 Meter hohen Deister sind ausgedehnte Mischwälder und eine besonders seltene Form der Rotbuche, die Süntelbuche, charakteristisch. Ihr eigentümlicher Zick-Zack-Wuchs verlieh ihr auch die Namen Krüppel- oder Schlangenbuche sowie Hexen- oder Teufelsholz. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Region einen ganzen Wald dieser bizarren Gewächse. Aber da kein Tischler die verdrehten Stämme gebrauchen konnte, wurden sie abgeholzt und zu Holzkohle verarbeitet. Den verbliebenen Bestand an Süntelbuchen können Radfahrer auf dem Deisterkreisel vor allem in Bad Nenndorf bewundern – hier gibt es im historischen Kurpark die größte Süntelbuchenallee Deutschlands. Die Bäume sind ein Kletterparadies für Kinder und verursachen außerdem ein bizarres Licht- und Schattenspiel.

Ebenfalls in Bad Nenndorf befindet sich die „Quelle der ewigen Blumen“. Hierbei handelt es sich um eine sauerstoffarme Kraterquelle, welche die Blumen, die von vielen Besuchern in das Wasser geworfen werden, über mehrere Wochen konserviert.

Eine Stadtführung mit dem Süntelgeist können Radfahrer in Bad Münder erleben. Während der Führung erfahren die Besucher nicht nur Wissenswertes über die Stadt der sieben Quellen sondern lernen auch Märchen und Sagen über die Süntelbuchen, Salzgeister und die Gänse-Liesel kennen. Für eine Erkundung des Kur- und Landschaftsparks bietet sich das neue Angebot Geocaching an, bei dem die im Park versteckten Hinweise von den Besuchern mit Hilfe von GPS-Geräten gefunden werden müssen. Weitere Informationen zum Deisterkreisel erteilen die Tourist-Information in Bad Münder und Bad Nenndorf unter www.bad-muender.de und www.badnenndorf.de. (Weserbergland Tourismus e.V.)



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