27. April 2010, Reisebranche

Besondere Bett- und Bike-Gastbetriebe für Radtouristen

Radtouristen sind in Bett & Bike-Gastbetrieben ganz besonders willkommen. Mehr als 5.000 Hotels, Pensionen oder Campingplätze hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) für dieses Netzwerk bisher gewonnen. Sichere Fahrradparkplätze, Werkzeug und Tipps zur Radregion bietet jedes vom ADFC zertifizierte Haus. Einige fahrradfreundliche Gastgeber bieten allerdings auch ein besonders ungewöhnliches Ambiente. Hier einige Empfehlungen, die auf Radtouren für Abwechslung sorgen:

Für romantische Herzen
Schloss Pülswerda liegt etwa zwölf Kilometer südöstlich von Torgau am Elberadweg. Um 1767 erbaut und um 1830 erweitert, war es Heimstätte der Mutter des exzentrischen Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Sein gärtnerisches Talent offenbart sich im Park von Pülswerda auch den Gästen des Schlosscafés. Die Speisekarte dominieren Bio- und regionale Produkte. Die Schlossküche erfüllt dem Gast nicht nur den Wunsch nach vegetarischer oder veganer Kost, sondern auch den nach gluten- und laktosefreien Zutaten. „Gerade, wer sich bewusst ernährt oder bestimmte Vorlieben hat, sucht uns gezielt auf“, sagt Susanne Grossegesse. Seit vier Jahren betreibt sie das Schlosshotel. Der Schritt zum Bett & Bike-Gastbetrieb hat sich für sie gelohnt: „Rund 80 Prozent unserer Gäste sind Radwanderer auf dem Elberadweg“, sagt sie.

Für Kunstbegeisterte
Das Fenster zum Hof – so heißt ein Thriller von Alfred Hitchcock. Auch Radwanderer auf dem Weser- oder Fuldaradweg bekommen Herzklopfen, wenn sie das „fensterzumhof“ erblicken, ein Atelier- und Logierhaus in Kassel. Mitten im Rotlichtviertel in einer ehemaligen Fabrik hat das Künstlerehepaar Pitze und Elfi Eckart eigensinnige Apartments eingerichtet. Rosen, Afrika und die 1950er Jahre sind die Themen der Räume. „Wir haben Gäste, die eigenwillig im Kopf sind“, sagt Pitze Eckart. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die Fabrik vor vier Jahren in ein Hotel umgewandelt. Aus den Fenstern blicken die Gäste auf den abgeschlossenen Innenhof – und auf ein schwebendes Dübener Ei sowie andere Wohnwagen aus den 1950er Jahren. Hier übernachten Radtouristen besonders gerne.

Für Historiker
Götz von Berlichingen lebte im Jagsttal, genauer auf der Burg in Jagsthausen zwischen Würzburg und Heilbronn. Radurlauber, die auf dem Kocher-Jagst- oder auf dem Deutschen Limes-Radweg unterwegs sind, kommen an ihr vorbei. Im Sommer finden hier Burgfestspiele statt, es gibt Ritterbankette und Götzens Eiserne Faust. Als von Berlichingen 1504 seine rechte Hand verlor, bekam er von einem Schmied eine Prothese. Das Original mit der faszinierenden Mechanik können die Gäste der Götzenburg im Burgmuseum bewundern. „Manchmal kann man sich die Eiserne Faust auch in unserem Restaurant auf der Zunge zergehen lassen“, empfiehlt die Pächterin Beate Krieger.

Das Bett & Bike-Verzeichnis 2010/2011 kann über das Formular auf www.bettundbike.de bestellt werden oder über die ADFC-Bestellhotline 0180/500 34 79 (0,14 Euro/Min. Festnetz, Mobilfunktarif max. 0,42 Euro/Min.). Es kostet 9,39 Euro (inkl. USt u. Versand). ADFC-Mitglieder zahlen 4,95 Euro (inkl. USt u. Versand). Es ist zudem in vielen ADFC-Infoläden und Geschäftsstellen sowie im Buchhandel erhältlich. (ADFC)



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